Pfarrei - WZ vom  16.7.2016      

Der Primiziant, die Non und der Wodka

Reichelsheim - Dorn-Assenheim (hh.)  Wer je an einem polnischen Tisch gesessen hat, wird all die Wurst- und Aufschnittsorten kaum aufzählen können. Zudem gibt es dort das Sprichwort „Gast im Haus, Gott im Haus“, was bedeutet, dass dem Gast nur das beste angeboten wird. Neupriester Michael Prendota zeigte seine polnischen Wurzeln während seiner Primizfeier am Sonntag in Dorn-Assenheim daher auch kulinarisch. So war im Pfarrheim ein Stand mit allerlei herzhaften Leckereien aus seiner Heimat zu finden.

Nun sind derartige Genüsse unserer osteuropäischen Nachbarn meist kalorienreich und verlangen, dass der festen Nahrung unbedingt ein starker Wodka folgen muß. Da an diesem Tag viel auf den Primizianten angestoßen wurde, liess der es sich auch nicht nehmen, den Rachenputzer gleich selbst auszuschenken. „Trinken Sie nicht mit?“, fragte eine Dame fordernd und Prendota verneinte mit Blick auf das folgende Stundengebet, auf Latein auch Non genannt. Die Angesprochene konterte postwendend: „Trinken Sie nur, dann wird’s eben eine High Noon.“

Foto: hh.