Pfarrei - WZ vom 11.8.2015   

Montags Prinzessin, Mittwochs Pirat

Bei den Ferienspielen der Pfarrei St. Maria Magdalena wird wieder viel unternommen

Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) Es ist der Traum vieler jungen Mädchen: einmal Prinzessin sein. Oder vielleicht gleich Topmodel? Andrea Mehrling und Sylvia Masalci ließen diese Kinderträume wahr werden. Bei den Ferienspielen der katholischen Pfarrgemeinde zauberten sie mit Rouge zarte Apfelbäckchen auf die Wangen oder roséfarbenes Lipgloss auf die Lippen der jungen Damen. Natürlich durfte auch das passende Kleid und eine schicke Frisur nicht fehlen. Vierzehn Themen hatte sich das Team um Daniela Michalak, Christine Hobler und Mehrling ausgedacht, bei denen es eine Woche lang vieles zu endecken gab. Die 44 Kinder betätigten sich dabei kreativ, unternahmen Ausflüge oder machten das Pfarrheim zur Piratenfestung.

Eine Arrestzelle von innen sehen, erfahren wie die Profis Fingerabdrücke nehmen oder was der Polizist alles am Gürtel trägt - so manches Geheimnis wurde beim Besuch der Friedberger Polizeistation gelüftet. "Werden hier die Diebe, die die Polizei gefangen hat, eingesperrt", fragten die Kleinen und erfuhren, dass höchstens jemand zur Ausnüchterung einquartiert wird. Dann ging es auf Entdeckertour in den Natur-Erlebnis-Garten der Rapps Kelterei. Über den geologischen Pfad mit seinen Proben von Sandstein, Lava und Granit liefen die Kleinen am liebsten barfuß. Zuvor hatten sie das Abfüllen von Fruchtsäften beobachtet und im Naschgarten die eine oder andere hierzu verwandte Beere gleich selbst probiert.

Nicht nur im Fernsehen wird nach Herzenslust gekocht, auch beim „perfekten Feriendinner“ wurde fleißig Gemüse, Champignons und Paprika geschnippelt und Pizzateig ausgerollt. Selbst für die Jungs war das Zubereiten der frischen Zutaten kein Hexenwerk, im Gegenteil: Während die Pizza im Ofen knusprig wurde, zauberten sie mit dem Thermomix eine leckere Schokomousse.

 „Auf den Spuren der Piraten“ lautete ein weiteres Motto. Mit Seeräubertuch und Fernrohr ausstaffiert machten sich die Spürnasen auf die Suche nach einem geheimnisvollen Schatz. Zuvor gestalteten sie ihr eigenes Schiff und sangen Piratenlieder, um letztendlich die Beute untereinander aufzuteilen. Zudem tanzte und musizierte die muntere Truppe oder kurvte mit Inline Skates über den Kirchplatz. „Wir verkleiden uns und fotografieren uns gegenseitig“ animierte das Betreuerteam. Dabei entstanden nicht nur lustige und einzigartige Portraits von Burgfräuleins und Zauberern. Auch erfuhren die Kinder, was für ein gutes Foto wichtig ist. Andere übten sich in der Batikkunst und tauchten Stoffe in Farbbäder. Heraus kamen schick gestylte T-Shirts mit tollen Mustern.

An gleich zwei Vormittagen beteiligte sich die Feuerwehr. Einmal lernten die 2-5 Jährigen, dass die Brandschützer nicht nur Brände löschen, sondern auch zu unterschiedlichsten Hilfeleistungen gerufen wird. Dann erfuhr die ältere Gruppe, wie ein Funkgerät funktioniert oder wie Wasser aus einem Hydranten entnommen wird. Und während Andreas Habel noch Interessantes vom heimischen Löschfahrzeug vermittelt, konnten es die Kleinen kaum abwarten und starteten mit lautem Tatütata zur Dorfrundfahrt.

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