Kita Dorn-Assenheim          

Kita zieht in Sport- und Festhalle um

Kirche und Stadt einigen sich auf einen Kompromiss für die künftige Kinderbetreuung

Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) Die Würfel sind gefallen, ab dem 1.1.2018 erfolgt die Kinderbetreuung zentral in der Sport- und Festhalle. Auf diesen Kompromiss einigten sich nun die Reichelsheimer Parlamentarier, nachdem seit Wochen verschiedene Konzepte wie ein Anbau an die Kita St. Elisabeth oder ein Neubau im Irgendwo diskutiert wurden. Ersteres scheiterte an mangelnden Platzverhältnissen, letzteres an ungeeigneten Standorten.

Wie Bürgermeister Bertin Bischofsberger nun mitteilte, sei mit der Sport- und Festhalle eine geradezu ideales Domizil gefunden worden. Die Umbaukosten sind gering und das seitherige Personal könne übernommen werden. Die Räumlichkeiten bieten für über 100 Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren Betreuungsmöglichkeiten ausgelegt, selbst Sitzenbleiber können in überschaubarer Anzahl noch bis zum 8. Lebensjahr beherbergt werden. Küche und Toiletten seien ebenso vorhanden wie die Einrichtung einer Mensa im Lagerraum. Zudem könne das Personal gratis duschen.

„Der Clou ist aber ein ganz anderer“, freut sich Bischofsberger. Durch die Deckenhöhe können Teile des Außenbereichs in die Halle verlagert werden. So soll im südlichen Flügel des Gebäudes eine Wasserrutsche mit unmittelbarem Zugang zu den Außengeräten platziert werden. Diese würden dann auf der benachbarten Grünfläche neu aufgebaut. Doch nicht nur mit der integrierten Wasserrutsche sieht der Bürgermeister eine nahezu perfekte Neunutzung des Geländes gegeben. Bis auf die wenigen für das Kita-Personal kann der seitherige Parkplatz auch für Betreuungszwecke genutzt werden. Dabei, denke er, so Bischofsberger, an die Verkehrserziehung oder bei den vielen Löchern auf dem Platz an eine kleine Minigolfanlage. „Minigolf für Minis quasi“, scherzt der Rathauschef. Durch das Benachbarte Spritzenhaus hat auch der Branderziehungsbeauftragte der Wehr nun einen kürzeren Anfahrtsweg.

Gelungen sei es zudem, den seitherigen Nutzern der Sport- und Festhalle alternative Räumlichkeiten anzubieten. So werden künftig montags und mittwochs im Sportlerheim Gymnastik und Zumbakurse stattfinden, Samstags ist ganztags ein Badmintonnetz am Mittelkreis des Sportplatzes aufgestellt. Glücklich zeigte sich auch Pfarrer Markus Stabel. Mit den freiwerdenden Räumen der seitherigen Kita könne er mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Im ersten Stock würden die beiden Ordensschwestern einziehen, im Erdgeschoss könne sich die Bücherei über eine größere Angebotsfläche freuen. Zudem steht nun ein von den Sternsingern schon lange geforderter Probenraum zur Verfügung und im Bewegungsraum ist nun ausreichend Platz für eine kleine Weinkelterei – Pfarrer Stabels Hobby.

Eine perfekte Raum- und Gebäuderochade, waren sich zum Schluss Vertreter von Stadt, Kirche und Sportverein einig.

Foto: Neus Zuhause für die Kids: die Sport- und Festhalle in Dorn-Assenheim

Foto: hh.