Kita / Pfarrei - WZ vom 13.2.2014

Cowboys und Indianer vereint im Altarraum

Kita St. Elisabeth lud zum kurzweiligen Faschingsgottesdienst ein - Kinder in Eucharistiefeier integriert

Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) „Ja was ist denn hier los, da sind ja lauter Prinzessinnen, Cowboys, Piraten und was noch alles?“ wundert sich ein Gottesdienstbesucher. Denn vor dem Altar in St. Maria Magdalena tummelten sich die Kinder der Kita St. Elisabeth mit ihren Erzieherinnen. Sie sind maskiert, feiern lustig und ausgelassen Fasching und singen viele Lieder. Erstmals hatte das Kita-Team um Leiterin Karin Reckow mit Pfarrer Markus Stabel einen närrischen Familiengottesdienst vorbereitet, bei dem einmal mehr das Verkleiden und der Bezug zu Gott im Mittelpunkt standen.

„Fasching ist die tolle Zeit im Jahr, jeder schlüpft in die Rolle, die ihm gefällt“, sagt Stabel und die Kinder entgegneten: „Wir feiern gerne Feste, wir verkleiden uns, um ganz neue Menschen zu sein.“ Der Altar wurde zur Bühne, es folgte eine Reise um den Globus, bei denen viele kleine Eskimos oder Indianer mit ihrem Federschmuck erschienen und das „gelbe“ China und das heiße Afrika besungen wurden. Die Botschaft fand sich immer wieder im Refrain: „Gott mag alle Kinder, jedes Kind in jedem Land.“

Die Kleinen gestalteten nahezu den kompletten Gottesdienst, trugen die Fürbitten vor, stimmten das Halleluja an. Statt der Predigt gab es ein rhythmisches „Kindermutmachlied“. „Wenn‘s mir gut geht, dann klatsch ich in die Hände, dann stampf ich mit den Füßen, dann wackle ich mit dem Po“, lachten und klatschten die Knirpse. Den Gläubigen gefiel‘s, sie machten mit und genossen die Aufführung sichtlich.

„Wir haben einen guten Weg gefunden, die Kinder in eine Eucharistiefeier mit der Gemeinde zu integrieren“, freut sich Reckow über ein neues Konzept und lobt: „Besonders für die 2-Jährigen ist dies eine ganz neue Erfahrung, doch alle waren mit Interesse und Aufmerksamkeit dabei.“ Alternativ hatte man sich einen Wortgottesdienst in den eigenen Räumlichkeiten überlegt, doch Team und Pfarrer wollten auch ein Zeichen setzen: Kita und Gemeinde gehören und feiern zusammen.

Mit dem Ohrwurm „Wir sind Wunderkinder, ja wir sind einmalig“, sprachen die Kleinen dem Publikum mit dem Schlusslied aus dem Herzen, das sich mit einem Extraapplaus bedankte. Anmerkung der anwesenden Opas und Omas: „Toll, was die Kirche da macht, schreiben Sie das nur auf“

Bildtext: Feierten als Fee, Cowboy oder Seeräuber: Die Kita St. Elisabeth lud hatte einen närrischen Familiengottesdienst vorbereitet. Foto: hh.