Kerb - Notizen vom 1.9.2018           

Wo ist denn der Gickel?

Reichelsheim - Dorn-Assenheim (hh.) Es waren einmal zwölf Hennen, die lebten beschaulich auf einem Hof in der Dorn-Assenheimer Gemarkung. Ihr Alltag war überschaubar, sie gackerten vor sich hin, legten täglich ihr Ei und bereicherten so den Frühstückstisch gleich mehrerer Familien. Doch am morgen des Kerbmontag war's vorbei mit der Gemächlichkeit. Sowohl für die Hühner als auch deren Besitzer. Denn aus dem Gehege mischte sich in das Gegackere ein lautes Kikeriki. Offensichtlich bekamen die Hennen nachts zuvor Besuch. Doch nicht etwa Eier- oder Hühnerdiebe waren am Werk. Im Gegenteil. Ein offensichtlich einsamer Gockel muss sich auf der Suche nach netten Bekanntschaften in die Weingartenstraße verirrt haben. Oder wurde der Hahn gar absichtlich umgesiedelt? Grund genug für allerlei Spekulationen und angeregte Dialoge während des Kerbfrüschoppens. Auch die Uffspillkapell zeigte sich kreativ ob der Tatsasche, dass künftig nicht nur Eier, sondern womöglich auch reichlich Nachwuchs im Hühnerstall zu finden sind. Denn flugs texteten die Musiker den Kerbklassiker „Wo ist denn der Johann“ neu, nahmen das Mikrofon zur Hand und trällerten: „Wo ist denn der Gickel, ist der Gickel nicht zu Haus.“


Foto: hh.