FFW - WZ vom 22. und 25.10.2014

Der Kommentar - Auf Wunsch der WZ verfasst

Oktoberfest: Visum-Pflicht und TÜV statt Security ?

Sicherheitsdienste sorgen für den reibungslosen Ablauf von Veranstaltungen. Da wird auch schon mal der Köperkontakt zwischen Band und Fans zum Problem. Schließlich ist das Bühnenequipment eine teure Angelegenheit, das es zu schützen gilt. Sicherlich, ein Festival a la Rock am Ring hat ein anderes Gefahrenpotenzial wie ein Platzkonzert des heimischen Musikvereins. Wo aber ist das den Worten des Veranstalters kultigste Oktoberfest der Wetterau in Dorn-Assenheim einzuordnen? Wo steht der Freund, wer ist Feind? Und falls letzterer überhaupt anwesend ist, darf der sich dem Bühnenbereich nähern? Vielleicht sollte der Gesetzgeber den TÜV für Oktoberfestbesucher einführen, was den am Eingang ausgehändigten fluoreszierenden Bändchen einen ganz neuen Sinn gäbe. Grün steht für unbedenklich, vermutlich im Dirndl anzutreffen und wirft höchstens mit Blumen. Rot klassifiziert den meist männlichen Lederhosenträger, der auch schon mal mit Maßkrügen wirft. Und schließlich gelb: Ohne Oktoberfestoutfit, hat sich verlaufen oder ist für die WZ unterwegs. Viele Regierungen dieser Welt nutzen übrigens ein weiteres Mittel, um unliebsame Besucher von fremdem Territorium fernzuhalten: Die Visum-Pflicht. / hh.


Fesche Madln und flotte Buam in Krachledernen

Rekordbesucherzahl: Die Nixnutze sorgen beim Oktoberfest der Feuerwehr wieder für ausgelassene Gemütlichkeit

Reichelsheim - Dorn-Assenheim (hh). Im Festzelt feiern, Freunde treffen und ein paar tolle Stunden verbringen – mit dieser Rezeptur hatte die Freiwillige Feuerwehr einmal mehr ins schwarze oder stilgerechter formuliert, ins weiß-blaue getroffen. Mit einer Rekordbesucherzahl hat sich das Oktoberfest mittlerweile zu einem Publikumsmagneten gemausert und so herrschte eine Riesenstimmung, für die die Nixnutze mit Rock, Pop, Partyklassikern und nicht zuletzt einer Prise Humor sorgten.

Auch das Team um den Vereinsvorsitzenden Marcus Jung und Wehrführer Nicklas Pipperek hatte ich ins Zeug gelegt und verwandelte die Gerätehalle inklusive Anbau in ein bayerisches Festzelt. „Für ein zünftiges Fest muss man nicht auf die Wies'n fahren“, schwärmte ein Gast, zumal die „Oktoberfestwirte“ der Wehr viel Platz zum Abtanzen ließen. Andere legten an den bajuwarisch geschmückten Tischen eine Verschnaufpause ein oder trafen sich in der Hütchenbar, wo aus den Alpenregionen bekannter Hochprozentiger sein übriges zur Stimmung tat. Theken- und Küchenteams waren engagiert bei der Sache und servierten allerlei Flüssiges, natürlich auch im „Maß-gerechten“-Format.

Als dann auch das erste „Die Gläser hoch“ erklang und selbige in den Zelthimmel geschwungen wurden, wichen die Nixnutze immer mehr von der bayrischen Linie ab und legten mit aktuellen Charthits noch eine Schippe drauf. Stilgerechtes Outfit war kein Muss, aber auch heuer dominierten feschen Dirndl oder rustikale  Krachlederne das Bild.

Notiz am Rande: Erstmals sorgte eine Security für einen geregelten Ablauf - ein ernst genommener Job, auch der WZ-Fotograf wurde wenig charmant vom Bühnenbereich ferngehalten.


Bildtext: Schnappschuss: Mädels im stilgerechten Dirndl feierten beim Oktoberfest der Feuerwehr ausgiebig bis in die Morgenstunden Foto: hh.