Freiwillige Feuerwehr - WZ vom 31.5.2016    

Szenarien aus der Gerüchteküche "sehr gefährlich"

Hauptversammlung: Nicklas Pipperek zum Hauptlöschmeister befördert

Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) „Es ist dringend erforderlich, sich mit der künftigen organisatorischen Gliederung der Stadtteilwehren auseinanderzusetzen“, betonte Bürgermeister Bertin Bischofsberger auf der Hauptversammlung der Brandschützer. Mit Bedauern sehe er, dass die Einsatzabteilungen an Personalstärke verlieren. Daher sei es primäres Thema der kommenden Jahre, eine zukunftsfähige Feuerwehr auf die Beine zu stellen. Sein Prognose: „Dieser Prozess wird Jahre in Anspruch nehmen.“ Derzeit werde an einem Konzept gebarbeitet, Szenarien aus der Gerüchteküche, alle Wehren würden zusammengelegt, bezeichnete Bischofsberger als „sehr gefährlich“. Stattdessen forderte er Einsatzabteilung und Feuerwehrverein auf, sich aktiv an der Meinungsbildung zu beteiligen.

Auf der Tagesordnung standen zudem Ehrungen, Beförderungen und Berichte. Wehrführer Nicklas Pipperek bilanzierte drei Einsätze und vier Brandschutzdienste. Ein dickes Lob gabs für Clemens Winkler, der sich vorbildlich um die Brandschutzerziehung kümmere. Er erinnerte an die Gemeinschaftsübung in Blofeld, wo ein Flugzeugabsturz auf ein Jugendzeltlager simuliert wurde. Künftige Einsätze werden zudem durch eine Wärmebildkamera unterstützt, die vom Feuerwehrverein angeschafft wurde. Zudem würden 2016 die Meldeempfänger durch digitales Gerät ersetzt.

„Wir haben einen hohen Ausbildungsstand“, freute sich Pipperek, dies schlage sich in einer besseren Übungsbeteiligung und Beförderungen nieder. Befördert wurden Peter Sturm und Felix Mittig zum Oberfeuerwehrmann, Pipperek selbst avancierte zum Hauptlöschmeister. Zudem gehören mit Tim Deinlein, Marius Münch, Pascal Petri und Viviane Rodriguez gleich vier neue Kräfte der Einsatzabteilung an.

Vereinsvorsitzender Marcus Jung hatte Licht und Schatten zu vermelden. Vaddertag, Kirmes und das als künftig als Hüttenparty geplante Oktoberfest waren top, der Kappenabend begeisterte nur wenige Narren, die Veranstaltung stehe zur Disposition.

Als lebendige Truppe positionierte Jugendwart Marcel Kuhl seinen Nachwuchs. Schwerpunkte der sich auf 160 Stunden summierten Aktivitäten waren die Teilnahme am Spiel ohne Grenzen und die Gemeinschaftsübung. Allerdings hinterlassen die stetigen Übernahmen in die Einsatzabteilung ihre Spuren, gefragt sei nun eine innovative Nachwuchswerbung. Der Aktionstag der Stadtjugendfeuerwehren stiess hier nur bedingt auf Resonanz. Herausforderung für 2016 sei die Gemeinschaftsübung vor Ort.

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften rundeten die Versammlung ab: So sind Christian Gäck, Jens Mayer und Reinhold Schrodt 25 Jahre dabei, Erich Becker, Klaus Dönges, Franz Böhm und Schriftführer Herbert Schmidt freuten sich über Urkunden für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit.

Foto: Geehrt: v.l. Klaus Dönges, Franz Böhm , Herbert Schmidt, Christian Gäck, Reinhold Schrodt und Jens Mayer mit Feuerwehrvereinsvorsitzendem Marcus Jung (2.v.l.) Foto: hh.