FFW - WZ vom 2.1.2016      

Grenzgänge, die nie an der Grenze enden

Grenzgänge dienen gemeinhin der Inspektion der heimischen Gemarkung. Und so nimmt sich zum Jahresausklang auch in Dorn-Assenheim eine muntere Truppe der Kontrolle der Flurgrenzen an: Landwirte, Jagdgenossen, selbst der Bürgermeister hatte sich angesagt. Während es im vergangenen Jahr noch kräftig schneite luden heuer Frühlingstemperaturen zum wandern ein. Natürlich wurde auch politisiert: die Stadt könne sich doch mehr um die Instandhaltung der Feldwege kümmern, sinnierten die Inspekteure. Doch Bischofsberger konterte unbeeindruckt, es seien doch deren eigene. Somit war man sich einig, dass man sich nicht einig war und steuerte schnurstracks das Ossenheimer Bürgerhaus an. Denn Grenzgänge enden nie an der Grenze, sondern in einschlägigen Lokalitäten dahinter. Ganz traute die Feld- und Wiesenabordnung den kulinarischen Gebräuchen der Nachbarschaft dann aber auch wieder nicht, die Köchin ließen sie nämlich extra aus Dorn-Assenheim einfahren. hh/Foto hh