Notizen aus der Provinz - WZ vom 16.9.2017    

Dem Braumeister lange ins Zwick'l geschaut

Reichelsheim - Dorn-Assenheim (hh.) So manche Brauereibesichtigung ist – Stichwort Verkostung - ebenso beliebt wie die vorherige Führung entbehrlich. Oft wird die klassische Braukunst zu einer High-Tech-Demonstration mit Firmenwerbespot als Nonplusultra. Nicht so in Unterfranken. Hier tummeln sich unzählige Kleinstbrauereien, jedoch in einem Überlebenskampf mit den allgegenwärtigen Marktführern. Ein willkommener Anlass, hinter die Kulissen und Probleme der Branche zu schauen. Dies dachte sich der Dorn-Assenheimer Feuerwehrstammtisch und machte sich auf nach Trebgast nahe Kulmbach. Nachwuchssorgen und veraltete Anlagen waren beim Lokaltermin vor Ort keine Seltenheit.

Schade, war sich die Truppe aus der Wetterau einig, denn hier wird mit dem Zwick'l, das wohl spannendste Bier in der Palette fränkischer Gerstensäfte gebraut. Ein fast fertiges Bier mit ungemein süffigem Geschmack. „Allerdings ist die Haltbarkeit ähnlich dem Federweißer begrenzt“, fachsimpelte der Braumeister, es sollte daher nicht zu lange lagern. Was dann auch nicht passierte und den folgenden Terminplan doch beträchtlich durcheinander wirbelte. Denn dazu schmeckte es den Stammtischlern einfach zu gut.