CDU - WZ vom 12.9.2019      

Singbergschule besser anbinden

CDU veröffentlicht Online-Umfrage zur Schülerbeförderung – Eltern schätzen Bildungsangebot

Reichelsheim (pm.) „Seit Jahren ist bekannt, dass Kinder zur Singbergschule gehen, ohne dass die Busverbindungen angepasst werden,“ ärgert sich eine Familie auf eine Online-Umfrage der CDU. Diese wollte von den Eltern wissen, mit welchen Problemen sie bei der Beförderung ihrer Kinder nach Wölfersheim konfrontiert sind. Stadtverbandsvorsitzender Holger Hachenburger hatte zum Schuljahresbeginn Eltern gebeten, Erfahrungen anhand aktueller Beispiele zu schildern. Das Ziel: Die Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO) bei der derzeitigen Fahrplangestaltung nochmals zu sensibilisieren. Bereits 2018 hatte die Stadtverordnetenversammlung einen Antrag auf bessere Anbindungen der Reichelsheimer Stadtteile abseits der Bahnlinie befürwortet, Stellungnahmen des Magistrats und weitere Initiativen der CDU an VGO, ZOV und Fahrgastbeirat folgten.

 „Seit Einrichtung der Oberstufe im benachbarten Wölfersheim schätzen immer mehr Eltern die dortige Bildungsvielfalt“, erläutert Hachenburger, „Tendenz steigend“. Diese biete als Gesamtschule alle Schulzweige an, Schulwechsel bis zum Abitur seien im Gegensatz zum Friedberger Angebot nicht erforderlich. Nicht jedes Kind, so der Tenor der Umfrage, sei bereits nach der 4. Klasse reif für das Gymnasium. Die Singbergschule habe nicht nur einen ausgezeichneten Ruf, sondern komme Eltern in dieser Situation entgegen.

Bestehenden Fahrgemeinschaften haben sich besonders in Dorn-Assenheim als weitgehend untauglich erwiesen. „Die ganze Fahrerei ist ein einziger Stress“, kritisiert eine Mutter. Dabei ist die nicht vorhandene Verbindung nach Weckesheim das größte Problem. Die Schulbusse sollten zumindest dort halten, so eine Forderung der Eltern, um ein Umsteigen zur Schule zu ermöglichen. Derzeit biegt die Linie FB-03 vor Weckesheim Richtung Reichelsheim ab. Warum keine durchgehende Verbindung möglich sei, fragt eine weitere Mutter und weist darauf hin, dass der ZOV auch anderweitig kleinere Busse bei Bedarf zur Beförderung einsetze.

Besonders für Berufstätige ist die jetzige Regelung eine Herausforderung. „Mein Sohn geht nun das 3. Jahr auf diese Schule, Ich muss meine Arbeitszeiten nach seinem Stundenplan richten“, klagt eine Mutter und ergänzt: „Wenn bei meinem Sohn spontan die letzte Stunde ausfällt, kommt er nur auf Umwegen nach Hause.“ Eingaben an das Schulamt seien im Sande verlaufen. Eine allein erziehende Mutter hat bereits resigniert: „Ich glaube, wenn ich nochmal entscheiden würde, würde ich eine andere Wahl treffen.“

„Wir haben die Ergebnisse der Umfrage zusammengefasst, der VGO mit weiteren Erläuterungen zur Verfügung gestellt und um Priorisierung gebeten“, schreibt Hachenburger und ergänzt: „Die VGO habe es bisher immer wieder geschafft, den Schulbusverkehr in ein Gesamtkonzept zu integrieren, dies sollte trotz aller Herausforderungen auch zur Singbergschule möglich sein.“