CDU - WZ vom 24.7.2015   

CDU diskutiert Entwicklungskonzepte in der Kernstadt

Ortsbegehung in Reichelsheim: Friedhof, Historisches Rathaus und Schulbereich im Fokus

Reichelsheim (hh.) „Einen Latte Macciato oder ein Eis vor dem Standesamt des Historischen Rathauses genießen, das ist eine fesselnde Vorstellung.“, sagt Dr. Erich Sehrt. Um die Möglichkeiten der weiteren Nutzung des leer stehenden Gebäudes auszuloten, traf sich der stellvertretende CDU-Stadtverbandsvorsitzende mit Parteimitgliedern und Interessierten zum Ortsrundgang. Dabei wurden die von Planungsbüro und Bürgern gemachten Umbauvorschläge vorgestellt und diskutiert.

Zudem betrachteten die Teilnehmer aus dem ehemaligen Bürgermeisterzimmer den ebenfalls zu sanierenden südlichen Abschnitt der Bingenheimer Straße betrachtet. In Abstimmung mit den Anliegern soll hier ein Konzept erstellt werden, das Anliegerkosten durch schmalere Bürgersteige und eine ausgeklügelte Parkplatzplanung minimiert.  Sanierungsbedarf sieht die CDU auch im Kindergarten Steinbeißer. Das aus den dreißiger Jahren stammende Gebäude habe eine völlig unzureichende Isolierung, die Folge: hohe Heizkosten.

Im Fokus stand nun ein Entwicklungskonzept im Bereich um Grundschule, Festplatz und Bürgerhaus. Für die Grundschule im Ried stehe der Einstieg in die Ganztagsbetreuung bevor, zudem soll der Hort der Betreuungsschule Buntstift dort integriert werden. Dr. Sehrt zufolge bezuschusst die Stadt die Maßnahme des Landes Hessen mit 250.000 Euro, Gruppenräume und Mensa werden angebaut. Dabei kam der Gedanke, den Festplatz in zentraler Position an Bürgerhaus und Schule anzubinden. Im Gegenzug müsste allerdings das Reichelsheimer Wäldchen anderweitig neu entstehen.

„Die Grabräumungen der letzten Zeit haben zu einer großen freien Fläche geführt“, betonte Dr. Sehrt auf dem Friedhof. Diese können nun neu gestaltet werden. Zudem seien Tendenzen zur Urnenbestattung aber auch zur kostensparenden anonymen Beisetzung zu beobachten. Da Bürger immer weniger eine Jahrzehnte lange Grabpflege bevorzugen, wurden Konzepte von Urnen-Rasengräbern und die Möglichkeit der Baumbestattung diskutiert. Dies soll nach Vorstellungen der Christdemokraten in enger Abstimmung mit den Bürgern unter Einbindung des Kirchenvorstands koordiniert werden.

Zudem fordert die CDU Bänke am Spazierweg an der Feldholzhecke nach Dorn-Assenheim/Weckesheim, der Blick auf die bewaldeten Hügel in Richtung Leidhecken und Staden soll ebenfalls durch eine Rastmöglichkeit aufgewertet werden. Dr. Sehrt dankte Bürgermeister Bertin Bischofsberger für dessen ausführliche Informationen, die besonders bei den jüngeren Teilnehmern des Rundgangs Begeisterung für Kommunalpolitik ausgelöst haben.