CDU - WZ vom 8.12.2016          

Sind am Ende des Tunnels und haben jetzt Licht

CDU-Hauptversammlung beschäftigt sich mit Zukunftsthemen – Positive Haushaltslage gelobt

Reichelsheim (hh.)  “Gerhard Eifert ist jemand, der im Hintergrund wirkt ohne seine Meinung im Hintergrund zu halten“ lobte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Holger Hachenburger. Eifert wurde für 40-jährige Mitgliedschaft während der Hauptversammlung der Christdemokraten geehrt. Bereits kurz nach seinem Eintritt avancierte der gelernte Molkereimeister zum Schriftführer, ein Amt, das er heute noch innehat. Eifert habe nicht nur in Höhen und Tiefen der Union die Treu gehalten, er stehe zudem immer zur Verfügung, wenn es die Situation erfordere.

Hachenburger resümierte zunächst die Zeit nach der Kommunalwahl. Da es keine klassischen Mehrheitsverhältnisse mehr gebe, sei es gelungen mit SPD und FW einen breiten Konsens über die Schwerpunkte der kommenden Legislaturperiode zu finden. Erstmals sei ein fraktionsübergreifender Leitfaden für die städtische Entwicklung erarbeitet worden. „Dabei hat die Kinderbetreuung absolute Priorität“, erklärte der Vorsitzende mit Verweis auf mögliche Aus- und Neubauprojekte in Reichelsheim, Dorn-Assenheim und Weckesheim: „Wir wollen konzeptionell unseren Spitzenplatz weiter ausbauen.“ Zudem solle der Moderationsprozess zur Entwicklung des Bergwerksees neu angestoßen werden. Hier hatte die CDU das 2012 vorgelegte Basiskonzept um einen  Bewegungsparcours mit Fokus auf ein nutzernahes Fitnessangebot erweitert.

Mit Blick auf die Bundestagswahl 2017 riet Hachenburger, das Zuhören nicht Hetzern und Scharfmachern von Links und Rechts zu überlassen. Die CDU solle den Menschen vor Ort verstärkt zuhören, ihre Sorgen ernst nehmen. Dann müsse man sich auch weniger Gedanken über die Frage machen „woran es liegt, dass der Einzelne sich nicht wohlfühlt, obwohl die Koordinaten drumrum scheinbar stimmen.“

"Wir sind am Ende des Tunnels und haben nunmehr Licht“, freute sich Bürgermeister Bertin Bischofsberger. Erstmals seit 2009 sei der städtische Haushalt ausgeglichen, das Konsolidierungskonzept greife. Dank höherer Schlüsselzuweisungen durch Bund und Land und die Senkung der Kreisumlage werde sich der finanzielle Spielraum verbessern. Sein Blick in die Zukunft: Reichelsheim kratze mit zwei Personen an der Grenze zu 7000 Einwohnern, durch die Entwicklung der Baugebiete könne sich „die Stadt als attraktiver Standort mit bester Vernetzung ins Rhein Main-Gebiet positionieren“. Zum Baugebiet Weckesheim mit 60 Wohneinheiten soll sich ein Seniorenheim gesellen, der Neubau der Sozialstation mit Fertigstellung 2018 sei fest avisiert. Auch werde der Anbau an die Grundschule in Angriff genommen, um die zweite Stufe zur Ganztagsschule zu starten.

„Wir freuen uns, mit Oswin Veith in den Wahlkampf zu ziehen“, lobte Hachenburger den anwesenden Bundestagsabgeordneten. Als Mitglied im Innenausschuss und Unterausschuss Kommunales sei er der richtige Mann für die aktuellen Themen vor Ort. Kommendes Jahr will sich der Stadtverband auch auf den Weg nach Berlin machen, weitere Termine mit Veith in Reichelsheim sind in Arbeit.

Foto: Gerhard Eifert wird von CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Holger Hachenburger für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt, dabei Bertin Bischofsberger und Oswin Veith 


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