Dienstag, 19. März - Rückreise

Fazit

Ein kleines Fazit am Ende des doch kurzen Trips nach Eritrea. Kairo klammere ich mal aus, denn war dort hin will soll hin fahren, empfehlen kann ich es nicht,

Zu Eritrea: Zu den Zuständen in dem Fünf-Millionen-Einwohner Land gilt es doch einiges zurecht zu rücken. Das Länd zählt statistisch zu den ärmsten Ländern weilteit, auf dem Index der menschlichen Entwicklung steht es an 179. Stelle von 189 Staaten. Das ist das eine und es ist bedingt, dass vor dem kürzlichen Friedensabkommen mit Äthiopien zweieinhalb Jahrzehnte lang einer der blutigsten Kriege um ein paar Quadratkilometer Geröllwüste, also strategisch völlig nutzloses Land herrschte.

Eritrea, ein Drittel so groß wie Deutschland, wurde 1993 als äthiopische Provinz selbständig. Die Republik wird wegen ihres Abgeschottetseins und unterdrückter Pressefreiheit als Nordkorea Afrikas bezeichnet. Dieses Negativbild wird von den ebenso gastfreundlichen wie zurückhaltenden Bewohnern aber nicht geteilt und auch nicht so empfunden. Schilderungen von Flüchtlingen, die von Gräueln in Eritrea berichten, dienen nach vileen geführten Gesprächen meist als Mittel zum Zweck, nämlich leichter Asyl in Europa, vorzugsweise in Deutschland, zu erhalten. Ist ein eritreischer Asylbewerber einmal anerkannt, kann er entgegen vielerlei Argumente ungehindert wieder in seine Heimat ein- und auch wieder ausreisen. Er muss dann eine Art Auslandssteuer zahlen, auf die der Staat derzeit angewiesen ist.

Es ist wie die Zahlengen der Auslandseritreer jetzt schon eine der wichtigsten Einnahmequellen eines Landes, dessen Wirtschaft aufgrund der Abschottung und im sozialistischen System begründeter Fehlentwicklungen am Boden liegt. Ein Faktor, der sich durhc das wirtschaftliche Engagement Äthiopiens und der damit verbundenen besseren Handelsbedingungen über kurz oder lang erübrigen sollte.

Es bleibt also spannend in Eritrea, und die Politik hierzulande sollte sich die Entwicklungen dort genau anschauen.