Sanfte Naherholung - WZ vom 08.06.2007



Pressemitteilung des CDU Stadtverbandes Reichelsheim

CDU für „Sanfte Naherholung“

Nutzung des Bergwerkssees (Tagebaurestloch VII)

zwischen Dorn-Assenheim und Weckesheim diskutiert

Von Holger Hachenburger, Stadtverbandsvorsitzender

 

Die CDU Stadtverordnetenfraktion hat im Stadtparlament einer Erdauffüllung zur Gestaltung von Flachwasserbereichen im westlichen Bereich des Bergwerkssees zugestimmt. Während dieses Ufergelände eindeutig dem Naturschutz zugeordnet ist, gibt es in anderen Bereichen noch kein klar definiertes Gesamtkonzept. Bei einer Ortsbesichtigung beschäftigten sich jetzt CDU Parlamentarier mit der weiteren Entwicklung des auch als Tagebaurestloch VII bezeichneten Seegeländes.

                   

Dabei sprachen sich die Fraktionsmitglieder neben der westlichen ökologischen Nutzung für eine „Sanfte Naherholung“ im Bereich der östlichen Uferzone aus. Diese ist bereits in der städtischen Landschaftsplanung für Erholungszwecke vorgesehen. Anlass für diese zukunftsweisende Konzeption waren die Erläuterungen des die Flachwasserzonen planenden Architekturbüros. Im Zuge dieser Planungen hatten die Mitglieder des Landwirtschafts- und Bauausschusses gemeinsam mit dem Planungsbüro das Tagebaurestloch VII und den bereits umgestalteten Knappensee zwischen Trais-Horloff und Utphe besichtigt.

 

Am Beispiel des Knappensees wurde den Parlamentarien anschaulich erläutert, wie das Gewässer in die Bereiche „Naturschutz“ und „Sanfte Naherholung“ unterteilt ist, ohne dass sich diese Nutzungsvarianten gegenseitig stören. Auf Wunsch der Bevölkerung ist hier ein Naherholungsbereich ausgewiesen, während der Naturschutzbereich zugewachsen und unzugänglich ist.

 

Für die CDU ist es wichtig, für das Tagebaurestloch VII ein Gesamtkonzept zu beschließen, in dem sich die einzelnen Bereiche nicht gegenseitig behindern. Wer Gebiete möchte, in die sich einheimische Tiere zurückziehen können, der kann auf der Wasserfläche keine intensive Nutzung durch Surfer und Boote erlauben. Die CDU wertet diese Nutzung als kritisch, denn bereits jetzt zeige sich, dass hierdurch die gesamte Wasserfläche durch Surfer ungehemmt genutzt wird und einheimische Wildtiere vertrieben werden.

 

Nur durch ein Satzungsrecht in Verbindung mit einem Bebauungsplan sind am Tagebaurestloch VII geordnete Verhältnisse zu erreichen. Die CDU geht davon aus, dass die endgültige Planung für das Gelände zunächst detailliert in den städtischen Gremien behandelt wird, bevor richtungs- und zukunftsweisende Beschlüsse gefasst werden.

 

Bildtext:  Sprechen sich für ein gemischtes Nutzungskonzept aus Naturschutzbereichen und einer „Sanften Naherholung“ aus: Mitglieder der CDU-Fraktion mit dem Stadtverbandsvorsitzenden Holger Hachenburger und dem Fraktionsvorsitzenden Dr. Erich Sehrt (dritter und vierter von links)