Sternsinger - WZ vom 10.01.2007



 

„Könige aus dem Morgenland“ auf Tour  für den Schutz der Umwelt

 

Sternsingeraktion in St. Maria Magdalena erzielt 2150 Euro für Kinder in Dritter Welt

 

Reichelsheim - Dorn-Assenheim (hh.) Die Vorfreude war unüberseh- und unüberhörbar. Bunte Kleider und jede Menge Kronen suchten unter den über 20  Kaspers, Melchiors und Balthasars im Pfarrheim ihre Besitzer. Zum authentischen Outfit gehörte natürlich auch das gekonnte Schminken und schon zogen die Sternsinger mit ihrem goldenen Stern vorneweg  die Tage um das Dreikönigsfest am 6. Januar von Haus zu Haus. Erst in Dorn-Assenheim, später in Weckesheim und Bauernheim. Ungezählte Male schreiben sie in der Pfarrei St. Maria Magdalena mit Kreide das Zeichen „20+C+M+B+07“ über die Türen. Es ist die  Abkürzung für Christus Mansionem Benedicat, zu deutsch: "Christus segne dieses Haus". Dabei wird kräftig gesungen und so erschallt es in den Strassen und Häusern  „Wir kommen daher aus dem Morgenland“ oder für den Zuhörer ungewohnt lateinisch wie beim „Psalite“ oder dem  „Gloria in Excelsis Deo.“ Nicht nur die Kinder waren motiviert, auch Erwachsene beteiligen sich in Dorn-Asenheim alljährlich an dieser weltweit größten Solidaritäts- und Sammelaktion für Kinder und Jugendliche in der Dritten Welt. Der Ergebnis konnte sich sehen lassen,  rund 2.150 Euro wanderten in die Sammelbüchsen.

 

Valerie Stiefmeier und Jeanette Winkler hatten in Dorn-Assenheim und Bauernheim viel Zeit in die  Koordination und Vorbereitung investiert, Isabel und Tom Anhäuser, Karin Lindt und Lisa Maria Becker taten gleiches in Weckesheim. Die Tour machte den Beteiligten viel Spaß, denn die sechs Gruppen wurden nicht nur herzlich willkommen geheißen, sondern manchenorts gleich selbst mit der einen oder anderen Kleinigkeit beschenkt. Auch ließ es sich so mancher der Besuchten nicht nehmen, die ins Ohr gehenden Melodien gleich im richtigen Rhythmus mitzusingen.

 

„Mit euren Kronen, Gewändern und Liedern bringt ihr den Menschen eine wichtige Botschaft“, lobte Pfarrer Dr. Ferdinand Ogbuehi schon während des Aussendungsgottesdienstes am Neujahrstag das Engagement der Teilnehmer. Das diesjährige Motto „Kinder sagen Ja zur Schöpfung“ rückt den Schutz der Natur am Beispielland Madagaskar in den Blick. „Wir helfen mit, dass wir stärker darauf achten, die Umwelt nicht kaputt zu machen, den in vielen Ländern behindern die Abholzung des Waldes oder der Klimawandel den wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt,“, lautet die kurze Erklärung an so mancher Haustüre. Denn gemeinsam mit den Trägern der Aktion Dreikönigssingen – dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) –  macht die Aktion deutlich, dass Kindern überall auf der Welt der Schutz der Umwelt wichtig ist.  Mit den Erlösen aus dem Dreikönigssingen werden immerhin weltweit ca. 3000 Bildungs- und Ausbildungprojekte für Kinder und Jugendliche unterstützt .

 

Bildtext:  Grosse und kleine Sternsinger gingen auf Tour, um für einen guten Zweck zu sammeln.  Foto: Holger Hachenburger