| Spendenübergabe Erhard und Irma Bommersheim - WZ vom 02.06.2007 |
Für einen guten Zweck gefeiert
Irma und Erhard Bommersheim spenden 2500 Euro für die Kinderkrebsstation Peiper
Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh). Im Hause Bommersheim gab es in den vergangenen Monaten viel zu feiern. Am 8. März wurde Erhard Bommersheim 80 Jahre alt, wenige Tage später seine Frau Irma 70 und am 5. Mai begingen beide das Fest der goldenen Hochzeit.
Schon vor seinem Geburtstag meinte Erhard Bommersheim: „Wir feiern groß und machen einen Tag der offenen Tür.“ Schriftliche Einladungen suchte man vergebens, denn das Motto war: Wer kam, der kam. Die Idee war verständlich, denn beide sind in Dorn-Asenheim bestens bekannt, führen sie doch seit Jahren das heimischen Gasthaus „Zur Krone“ und bei all den vielen Stammgästen könne schnell jemand vergessen werden. Zur Goldenen Hochzeit wurden zwar Einladungen verschickt, die Absicht jedoch blieb die gleiche: Irma und Erhard Bommersheim wollten mit ihren vielen Freunden und Verwandten feiern, aber Geschenke waren tabu.
Stattdessen stellten sie ein Sparschwein auf und baten die Gäste für einen guten Zweck zu spenden: Der Erlös sollte an die Kinderkrebsstation Peiper der Uniklinik in Giessen gehen. Die Freunde kamen zahlreich, wurden bestens bewirtet und zeigten sich von ihrer spendablen Seite. 2200 Euro kamen zusammen, welche die Bommersheims nochmals auf 2500 Euro aufrundeten. Es sollte, so der praktische Kommentar von Erhard Bommersheim, „ein runder Betrag sein, damit man nicht zulange zählen müsse.“
„Da bleibt mir glatt die Spucke weg“, meinte Marie Luise Röscher, als sie für den Elternverein für Leukämie- und krebskranke Kinder e.V. den symbolischen Scheck plus wertvollem Umschlag in den Händen hatte. Sie Spende kommt in einen großen Topf, erklärte sie, denn es gebe viel zu tun. Zusätzliche Stellen im Pflegebereich wie Ärzte, Schwestern oder Kindergärtnerinnen seien zu finanzieren, Stellen im psychosozialen Bereich mitzutragen. Dazu gehört auch die Ambulanz, welche die Familien und auch die sterbenden Kinder zu Hause betreut. Familien in finanziellen Nöten wird direkte Hilfe angeboten, Forschungsvorhaben, die der Aufklärung und Einstufung bösartiger Erkrankungen dienen, wollen ebenfalls bezahlt werden. Immerhin habe die Station, so Röscher jährlich zwischen 1500 und 2000 Neuzugänge zu verzeichnen. Ihr herzlicher Dank galt nochmals dem großartigen sozialen Engagement der Bommersheims: „Für die Kinder sei dies ein Beitrag zur Hoffnung und Heilung, der viele Nachahmer verdiene“.
Bildtext: Spendenübergabe: Erhard und Irma Bommersheim feierten für einen guten Zweck und freuen sich mit Marie Luise Röscher (mitte) über die 2500 Euro-Spende
Foto: Holger Hachenburger