Pfarrgemeinde: Orgelbesichtigung Heusweiler - WZ vom 24.04.2008


                                                                                  

Ende Juni soll die neue Orgel stehen

 

Orgelfestausschuss informiert sich in Heusweiler über den Stand der Fertigungsarbeiten 

 

Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) Noch fünf Wochen, dann beginnen die Aufbauarbeiten und weitere fünf Wochen später, ab Ende Juni sind die Gottesdienstbesucher um eine musikalische Attraktion reicher: In der Pfarrkirche St. Maria Magdalena wird dann eine nagelneue zwei manualige Orgel ihre Dienste tun, eingesegnet wird das Instrument am 7. September schliesslich mit einem feierlichen Gottesdienst und einem großen Fest.

 

Grund genug für den jüngst gegründeten Orgelfestausschuss, sich über den Stand der Fertigungsarbeiten vor Ort im saarländischen Heusweiler zu informieren und die letzten offenen Fragen zu klären. Orgelbaumeister Stephan Mayer lud die Gruppe zu einem Rundgang durch die Konstruktions- und Fertigungsräume ein und erklärte anhand der für Dorn-Assenheim bestimmten Materialien anschaulich den Prozessablauf eines Orgelbaus vom Entwurf bis zur Fertigstellung.

 

„Unsere Orgeln besitzen Massivholzgehäuse, die eine sehr kompakte Bauweise ermöglichen und in denen die mechanischen Schleifladen auf statisch berechneten Holzlagern ruhen“, fachsimpelte Mayer und verwies auf die auf mehrere Jahrhunderte taxierte Lebensdauer dieser voluminösen Instrumente.  Voraussetzung für präzise Mechaniken, hohe Klangqualität und eine harmonische Architektonik ist eine gründliche und innovative Planung, erklärt der Firmenchef und verweist auf modernste Computertechnik: „Wir entwerfen und konstruieren unsere Orgeln am PC mittels CAD-Programmen, um so den Vorstellungen des Kunden in allen Details zu entsprechen“

 

Beim Blick in die Werksatt überzeugten sich die Besucher von der hohen Qualität der verwandten Werkstoffe. Beeindruckend war das imposante Orgelgehäuse, der Aufbau und die Traktur mit Winkeln und Wellen zeigten eine durchdachte Technik. Das Herzstück der Orgel, die Klangentfaltung der Pfeifen, wird von einem engagierten Intonateur erläutert. „Das klingt noch wie eine alte Autohupe“, stellt Maitre Arnoud lächelnd fest, „doch seien Sie versichert, aus diesem Instrument mache ich Ihnen ein Kunstwerk.“

 

Zum Festgottesdienst will der Ausschuss eine Festschrift herausgeben. Hierzu fehlen noch Fotos von der bis in die 60er Jahre  genutzten Orgel. Besitzer solcher Bilder wenden sich bitte an das Katholische Pfarramt, Telefon 06035 5196.



 

Foto:  Imposant: Das Gehäuse zeigt in Umrissen, wie die neue Orgel einmal aussehen wird. Pfarreimitglieder begutachten die Fertigung und freuen sich schon auf die bald beginnenden Aufbau in der Dorn-Assenheimer Kirche Foto: Holger Hachenburger