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MV Harmonie: Schnuppernachmittag - WZ vom 02.07.2010
Trotz Roter Bäckchen dem Instrument Töne entlockt
Musikverein Harmonie wirbt mit Schnuppernachmittag um Nachwuchs – Vielfältige Jugendarbeit
Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) „Musikverein ?“, „Machen die da nicht nur Humba Humba Täterä ?“, „Wäre die Trompete oder die Klarinette nicht das richtige Instrument für mich ?“, „Muss man da viel üben ?“ Diese und ähnliche Fragen stellten sich groß und klein beim Schnuppernachmittag des Musikverein Harmonie, wobei die Jungen und Mädchen gleich die Instrumente selbst ausprobierten. „Wir spielen auch moderne und zeitgenössische Musik“, erklärt Vorsitzender Helmut Weitz und fügt an: „einige Adressen für die Blockflötengruppe sind bereits notiert.
Ganz schön schwierig, einer Klarinette oder gar der Tuba überhaupt einen Ton zu entlocken, doch so manch 8- oder 9-jähriger schafft es trotz roter Bäckchen dann doch. Hingegen marschiert der kleine Alexander schnurstracks zum Schlagzeug, der Umgang mit Trommeln, Pauken und Becken macht ihm augenscheinlich mehr Spaß. Doch ob am Tenorhorn, der Trompete oder Waldhorn, die Aktiven stehen aufmunternd dabei und unterstützen mit ihren Tipps die ersten Versuche des potentiellen Nachwuchses.
Die Jugendarbeit in der Harmonie ist vielfältig. Zum einen besteht eine enge Interaktion mit der Kita St. Elisabeth, Katharina Buchert kümmert sich hier seit über drei Jahren um die musikalische Früherziehung. Dort lernen die Kleinen den ersten Umgang mit Tönen und Rhythmen mittels Orff’scher Instrumente wie Xylophon oder Triangel. Zur Einstimmung trugen sie eine musikalisch untermalte Geschichten vor, sangen Lieder, ordneten Klänge und Geräusche zu.
Die Weiterführung über den Blockflötenunterricht ist eine wichtige Voraussetzung, um die Kinder im Alter von 8 oder 9 Jahren zum Instrument zu führen. Laura Ewald, Benedikt Lemler und Sarah Pösel sind bereits in der Flötengruppe aktiv und zeigten konzentriert eine Kostprobe ihres Könnens. Auch die neun Instrumentalschüler bekamen Applaus. In unterschiedlichen Variationen beigeisterten sie ihre Zuhörer, wobei sich auch so manche Übungsstunde im Schulorchester positiv bemerkbar machte.
„Wir achten darauf, dass das Lernen am Instrument bezahlbar ist, im ersten Jahr stellt der Verein das Instrument unentgeltlich“, sagt Weitz, „dann können die Kinder in Ruhe ausprobieren, was Spaß macht und was nicht“. Zwei bis drei Jahre kann so die Ausbildung dauern, in der Regel wird einmal die Woche mit einer qualifizierten Person geprobt. Je nach Fortschritt sind die ersten dann auch schon bei den verschiedensten Anlässen der Jugendgruppe oder des Stammorchesters dabei. Gerade von einer Neuerung in der freitäglichen Übungsstunde verspricht sich Dirigent Andreas Schmidt einen fließendere Integration in die aktive Truppe.
Wer den Schnuppernachmittag verpasst hat, kann sich weiter bei Helmut Weitz unter 0160 97621665 und Stefanie Weitz unter 01778331471 informieren. Das beliebteste Instrument des Nachmittags steht allerdings nicht auf dem Ausbildungsplan: So mancher trötete kräftig in die herumliegenden Vuvuzelas.
