MV Harmonie: Schnuppernachmittag  - WZ vom 18.06.2008

Ein neuer Anlauf für ein Jugendorchester

 

Musikverein Harmonie wirbt mit Schnuppernachmittag um Nachwuchs – Jugendorchester 2013 grosses Ziel

Reichelsheim – Dorn-Assenheim  (hh.) Ein gutes Dutzend Mädchen und Jungen haben beim Schnuppernachmittag des  Musikvereins Harmonie einen ersten Schritt in Richtung Musizieren getan und ihre Lieblingsinstrumente ausprobieren können. "Wir haben schon einige Adressen aufgeschrieben", resümiert der Vorsitzende Helmut Weite, der auch die Regie an diesem Nachmittag führt. Während die Alten Hasen die Schnupperer stilgerecht mit Kultmelodien aus Kindertagen begrüßen, trudeln diese samt Mama und oder Papa ein .

Ganz schön schwierig, einer Klarinette der einer Tuba überhaupt einen Ton zu entlocken. Branca schafft es trotz roter Bäckchen dann doch. Sie ist 9 Jahre und nach den ersten Tenorhorntönen ganz schön geschafft. "Mach Du mal, Mama“ entledigt sie sich flugs aller Sorgen. Der ein jahr ältere Joshua marschiert schnurstracks zum Schlagzeug, der Umgang mit Trommeln, Pauken und Becken macht ihm mehr Spaß. Doch ob am Tenorhorn, der Trompete oder Waldhorn, die Aktiven stehen helfend dabei und unterstützen mit ihren Tipps die ersten Versuche des potentiellen Nachwuchses.

Die Gestaltung des Nachmittags war vielfältig. Seit Jahrsbeginn kümmert sich Katharina Buchert um die musikalische Früherziehung in der Kindertagesstätte St. Elisabeth. Dort lernen fünfzehn Jungen und Mädchen den ersten Umgang mit Tönen und Rhythmen anhand von Orffschen Instrumenten wie Xylophon oder Triangel. Zur Einstimmung zeigten Sie eine Probe ihres Könnens und trugen musikalisch untermalte Geschichten vor. „Bis zu den Ferien läuft der Kurs“, erklärt Weitz, „die Harmonie übernimmt die Kosten.“ Auch danach will man das Angebot , allerdings unter einem veränderten Kostenmodell, aufrecht erhalten.

Weitz hofft auch auf eine gedeihliche Zusammenarbeit mit der Schule. „Die Weiterführung der Früherziehung über den Blockflötenunterricht in der Schule ist eine wichtige Voraussetzung, um die Kinder letztendlich im Alter von 8 oder 9 Jahren hin zum Instrument zu führen.“ Denn Bläser und Schlagzeuger können sie gut gebrauchen, sagt Weitz. Sein grosses Ziel ist ein Jugendorchester zum 125 Jährigen Jubiläum in 5 Jahren, denn die gegenwärtige Jugendarbeit mit 6 Schülern in Ausbildung habe noch Potenzial.

Zu Beginn der Ausbildung stellt der Verein das Instrument, die Anschaffung eines eigenen Geräts wird mit Rat und Tat unterstützt. Zwei bis drei Jahre kann so die Ausbildung dauern, in der Regel wird einmal die Woche mit einem Ausbilder geprobt. Nach einem Jahr führt der Weg in die Jugendgruppe und je nach Fortschritt sind die Jüngsten dann auch schon bei den verschiedensten Anlässen dabei.

Die Musikerziehung durch den Verein bietet gleich mehrere Vorteile. Dazu zählt, dass  in Dorn-Assenheim selbst ausgebildet wird und die Ausbilder meist auch aus den eigenen Reihen kommen. Das spart Fahrwege und Kosten.  Wer den Schnuppernachmittag verpasst hat, kann sich weiter bei Helmut Weitz, Telefon 0160 97621665 informieren.



Foto: „Blasen mag ich nicht, das Schlagzeug macht mir mehr Spass“, sagt Joshua Scoggins und haut kräftig auf Trommeln und Becken, Ausbilder Jens Mayer (Mitte) zeigt sich zufrieden. Foto Holger Hachenburger