Kleintierzuchtverein Hähnekrähen - WZ vom 10. + 19.08.2009


Veranstaltung:

Gockel Jannik kräht bis Junior Jannik strahlt
 

Beim Hähnewettkrähen des Kleintierzuchtvereins heimste vor allem der Nachwuchs die Pokale ein

 

Reichelsheim - Dorn-Assenheim (hh.). Jannik ist ein prachtvoller New Hampshire Gockel. Und vor allem ist er gut bei Stimme. Am Sonntag krähte sich der Hahn mit einem 154-fachen Kikeriki beim Wettkrähen des Kleintierzuchtvereins mühelos auf den ersten Platz. Grund genug für den 4-jährigen Jannik Wayne Scoggins freudig strahlend auf seinen Zweibeiner zu deuten und mit einem energischen „Der gehört mir“ gleich darauf hinzuweisen, dass der züchterische Nachwuchs bei den Dorn-Assenheimern schon kräftig mitmischt. Denn der war munter mit dabei, flitzte von Käfig zu Käfig, tauschte Zwischenstände aus und ließ sich von dem morgendlichen Spektakel anstecken. Mit Nico Kulik ging dann auch der zweite Preis an einen heimischen Jungzüchter.

Den Wegweisern vor der Sport- und Festhalle hätte es nicht bedurft, die Besucher mussten nur der eindrucksvollen Geräuschkulisse folgen und schon trafen sie auf ein eigenartiges Bild. Vor 36 nummerierten Käfigen sitzen konzentrierte Schiedsrichter, die jedes Krähen penibel notieren.  Eine Stunde lang wird jeder gut vernehmbare Laut gezählt, am Ende die fleißigsten Tiere ausgezeichnet.  Den weitesten Anfahrtsweg hatte Gockel Kurt, den die Seniorenresidenz Bisses ins Rennen schickte. Schnell zeichnet sich ab, dass an diesem Morgen vor allem zwei  Exemplare gut aufgelegt sind, die sich in unmittelbarer Nachbarschaft ein turbulentes Schauspiel bieten. Immerhin die Hälfte der Tiere verdiente sich das Prädikat „Nachbarfreundlich“. Auch hier hiess der Preisträger Scoggins. Luca Clintons Gockel bequemte sich zu keinem einzigen Laut, scharrte etwas herum und schlummerte unbeeindruckt vom Geschehen vor den Augen des sichtlich gelangweilten Zählers ein.

„Es ist eine schöne Tradition, die wir nach längerer Pause wieder aufleben lassen wollten“, sagt Vereinsrechner Christian Gäck, der später mit Stadtverordnetenvorsteher Holger Strebert die Preisträger auszeichnet und der Jugendarbeit der Züchter ein dickes Lob zollt. Doch während die einen noch schmunzelnd rätseln, ob wohl ein gutes Glas Hochprozentiges den Hähnen auf die Sprünge geholfen hat, stoßen die anderen schon mit Gleichem auf die Sieger an. Dafür, dass die gute Stimmung noch bis in den späten Nachmittag anhielt, sorgte der Vorstand der Kleintierzüchter persönlich. KZV-Vorsitzender Norbert Jagsch als Chef vom Grill brutzelte leckere Steaks und Würstchen, während sich das Team um Vize Andreas Dönges um die durstigen Kehlen kümmerte. Fazit am Ende eines gemütlichen Tages: Auch nächstes Jahr soll wieder gekräht werden.

Bildtext:


    


1. Kikeriki: New Hampshire Hahn Jannik brachte es auf 154 Kräher

2. Viel Nachwuchs unter den Siegern beim Hähnekrähen: Jannik Wayne Scoggins und Nico Kulik (vorn) gewannen den Wettbewerb, Vereinschef Norbert Jagsch (hinten links) und Stadtverordnetenvorsteher Holger Strebert (hinten mitte) gratulieren

3. Konzentrierte Zähler bei der Arbeit

Fotos Holger Hachenburger



Vorankündigung:


Hähnewettkrähen am 16. August

 

Reichelsheim – Dorn-Asenheim (hh.) Am kommenden Sonntag, 16. August veranstaltet der Kleintierzuchtverein nach vielen Jahren wieder ein Hähnewettkrähen. Los geht es um 10 Uhr hinter der Sport- und Festhalle neben der vereinseigenen Käfighalle, das Einsetzen erfolgt ab 9.45 Uhr. Am Wettbewerb können dem Vorsitzenden Norbert Jagsch zufolge alle Freunde der Kleintierzucht teilnehmen. Ein Standgeld für gemeldete Hähne wird nicht erhoben, prämiert werden die drei besten Kräher. 

Anmeldungen erwartet der Verein bis zum 15. August bei Andreas Dönges und Christian Gäck, Telefon 06035-6839 bzw 5972. Zudem werden noch Zähler gesucht, die sich direkt mit dem Vorsitzenden in Verbindung setzen können. Nach dem Krähen soll der Tag in gemütlicher Runde mit Leckerem vom Grill, kühlen Getränken und einem Kuchenbuffet ausklingen. „Auch wer keine Tiere für das Wettkrähen beisteuern kann, ist gerne gesehener Gast“, so Jagsch.