Kita: Brandschutzerziehung - WZ vom 18.06.2010

Spontaner Berufswunsch: Ich werde Feuerwehrmann

 

Dorn-Assenheimer Feuerwehr investiert zwei Vormittage in die Brandschutzerziehung der Vorschulkinder

 

Reichelsheim –  Dorn-Assenheim (hh.) „Im Brandfall dürft ihr Euch nicht verstecken, sondern müsst ins Freie laufen und Euch den Feuerwehrleuten anvertrauen“, erklärt der ehemalige Wehrführer Clemens Winkler zu den Vorschulkindern der Kita St. Elisabeth. Mit Christian Gäck, Martin Habram, Benjamin Winkler und Jens Mayer nahm er sich gleich zwei Vormittage Zeit, um die fünf bis sechsjährigen mit den Verhaltensregeln im Brandfall vertraut zu machen, ihnen aber auch die Angst vor Männern mit Atemschutzmasken und Löschgerät zu nehmen.

 

Mit dabei ist die große Klappmaulpuppe "Mathilda", die während den Vorführungen aufpasst, die dreizehn angehenden ABC-Schützen korrigiert und wichtige Tipps gibt. So erfahren diese, dass die Wehr nicht nur bei Bränden zum Einsatz kommt. Mancher in der Kita konnte sich noch an die Unwetter vom Februar erinnern, als die Keller leer gepumpt und umgestürzte Bäume entfernt werden mussten.

 

Am ersten Tag der theoretische Teil. Was brennt? Was ist zu tun, wenn es im Haus qualmt? Winkler erklärte, warum Feuer sich schnell ausbreitet und führte ein Experiment vor: Eine Kerze wird mit einem Glas eingeschlossen, die Flamme erlischt mangels Sauerstoff. "Der Rauch steigt nach oben!" erkennen die Kinder folgerichtig und erraten , dass die Flamme erstickt ist, weil sie die ganze Luft verbraucht hat.  

 

Dann bestaunen die Kleinen die Ausrüstung Helm, Atemschutzmaske oder Sauerstoffgerät und schlüpfen auch gleich in die Montur, die ein Feuerwehrmann beim Einsatz unter Atemschutz trägt. Nun muss ein Notruf gemacht werden. Die Übung beherrschen die Kinder richtig gut. Die 112 wählen, sich mit Name, Adresse und Telefonnummer zu melden, schließlich wurde im Vorfeld fleißig geübt und die Angaben auswendig gelernt.

 

Am zweiten Tag ging es mit den Erzieherinnen Simone Weitz und Bianca Schmitt  ins Feuerwehrgerätehaus. Hier standen die Einsatzfahrzeuge im Mittelpunkt, Funktionen von Schläuchen, Pumpen und Rohren wurde vermittelt und auch der neue Wassersauger kam zum Einsatz. Die Kinder lassen sich zeigen, wie ein Atemschutzgeräteträger ausgerüstet ist, üben mit der Kübelspritze umzugehen und lassen Im Löschschlauchwaschbecken kleine Boote fahren. Mit dem Feuerwehrauto ging es zurück in die Kita. Die Begeisterung war groß und so mancher der Kleinen hegte spontan den Wunsch: Ich werde Feuerwehrmann.



 

Bildtext: Nach zwei Tagen sind die Vorschulkinder der Kita St. Elisabeth von der Feuerwehr begeistert. Clemens Winkler (hinten) koordiniert die Aktivitäten.