Kita St. Elisabeth: Bischosbesuch  - WZ vom 01.05.2009

Schöpfungsgeschichte für den hohen Gast aus Mainz

Weihbischof Dr. Werner Guballa startet Visitation der Pfarrgemeinde mit einem Besuch in der Kita St. Elisabeth

Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) "Als Gott Himmel und Erde erschaffen hatte, war die Erde zuerst noch ganz leer, ein dunkles schwarzes Nichts“, liest Erzieherin Sylvia Bleith vor. Um ein schwarzes Tuch hatten sich die Kinder der Kita St. Elisabeth versammelt, um für einen besonderen Gast eine besondere Geschichte zu illustrieren. Denn gekommen war der Mainzer Weihbischof Dr. Werner Guballa, der im Rahmen seiner Visitation der Pfarrgemeinde sich auch über die Arbeit der katholischen Einrichtung informierte und dabei von den Jungen und Mädchen mit der Schöpfungsgeschichte überrascht wurde.

Das Dunkel sollte schnell verschwinden, denn am ersten Tag schuf Gott erst mal Licht. Die Kinder überzogen die Fläche mit hell- und dunkelblauen, grünen und braunen Tüchern, zeigten so Tag und Nacht, Himmel und Erde, Wiesen und Felder. Dazu bastelten sie Sonne, Mond, Wolken und Sterne, denn dies wurde der biblischen Überlieferung bis zum vierten Tage erschaffen.

„Ich, ich, ich“, reckten die Kinder die Hände, als des darum ging, das mittlerweile kunterbunte Areal mit Bäumen zu beflanzen. Aus Kisten holten sie Tannen, Sträucher, später Fische, Vögel, Elefanten und Dinosaurier und im Handumdrehen tummelte sich ein munteres Leben auf der Erd- und Meersfläche.

„Geht vorsichtig mit der Erde um, denn diese uns für uns ganz, ganz wichtig“, erklärte der Weihbischof und freute sich über die engagiert mitmachenden Kinder. Doch das Werk war noch nicht vollendet. „Was schuf er noch?“, fragten die Erzieherinnen in die Runde: „Die Menschen“, kam es als antwort zurück,  "Ja, am sechsten Tag schuf Gott die Menschen, sonst würden wir uns hier gar nicht unterhalten können, erklärte Guballa, „und am siebten Tag ruhte Gott von der Arbeit. Darum haben wir auch einen Sonntag, an dem wir uns auch ausruhen dürfen. “ Als dann das Werk vollendet war, griff man zu Gitarre und alle sangen kräftig mit beim "Laudato Si, sei gepriesen für Wolken, Wind und Regen“

Die Kinder selbst wussten den hohen Gast einzuordnen: Auf die Frage des kleinen Justin, wer denn das sei, meinte Nachbar Max-Josef prägnant: „Das ist der Kumpel vom Pfarrer.“

Guballa visitiert derzeit die katholischen Gemeinden und Einrichtungen in der östlichen Wetterau. Dabei fanden auch in der Pfarrgruppe Wickstadt-Dorn-Asenheim eine Reihe von Gesprächen mit den Mitarbeitern der kirchlichen Einrichtungen statt. "Die Gespräche dienen der Kontaktpflege und der Verbindung zwischen Bistumsleitung und den Gläubigen, ich will mir ein Bild vor Ort machen und das ganze Spektrum des Gemeindelebens kennen lernen“ sagte der Weihbischof im Gespräch mit den ehrenamtlich Tätigen beim abendlichen Empfang. Später traf sich der Besuch aus Mainz noch mit den Pfarrgemeinderäten des Pfarrverbandes.

 



Bildtext: Nicht alle Tage hat man einen Bischof zu Gast: Die Kinder der Kita St. Elisabeth begrüssen Weihbischof Dr. Werner Guballa mit der Schöpfungsgeschichte Foto: Holger Hachenburger