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GC Concordia: Stefan Spielberger - Der Neue - WZ vom 04.06.2009
Da darf eben auch einmal was rockiges dabei sein
Stefan Spielberger und die Concordia haben sich einiges vorgenommen -- Projektchor startet mit Probentag am 14. Juni
Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) „Neuer Leiter, neue Stücke, neuer Klang“, so zog Pfarrer Andreas Heger nach der Messe am Pfingstmontag ein erwartungsvolles Resümee über die Gesangsbeiträge der „Concordia“. Das Lob galt Stefan Spielberger, seit Anfang Mai der Musikalische Leiter des Chores. Und beide haben sich für ihre Zusammenarbeit einiges vorgenommen: Das Repertoire soll modernisiert und sängerischer Zuwachs gewonnen werden, kurzum: Der Concordia steht eine Zäsur bevor, nach der bereits ein erstes großes Etappenziel anvisiert wird: Ein Projektchor für ein Kirchenkonzert Ende September, bei dem zwei geistliche Stücke zur Aufführung kommen. Das Stabat Mater in der G-Moll Version von Josef Rheinberger und die Missa Criolla von Ariel Ramirez.
„Mit dem Projekt wollen wir neue und junge Sängerinnen und Sänger für unseren Chor begeistern“, konkretisiert Spielberger den Neuanfang und bereits nach wenigen Worten ist man vom Gelingen überzeugt. Der 43-jährige Musiklehrer und Chorleiter am Friedberger Burggymnasium versteht sich in der Rolle des Motivators, seine engagierte Ausstrahlung wirkt frisch und ansteckend.
Ein Chorprobentag am Sonntag, 14. Juni von 15-18 Uhr im Dorn-Assenheimer Pfarrheim soll nun den Anfang machen. „Wir sind 25 Aktive, wenn nur 15 hinzukämen, können wir schon größeres leisten“, zeigt sich die Vereinsvorsitzende Ilona Böhm zuversichtlich, langfristig neue Stimmen für den Chor zu gewinnen. Mit dem Repertoire setzt Spielberger auf den Nachwuchs. „Da darf eben auch einmal was rockiges dabei sein, ohne dass man gleich das Traditionelle vernachlässigen muss.“ In diesem die Stilrichtungen verbindenden Sinne ist auch der Projektchor zu sehen. „Die Misa Criolla, das ist voller Romantik für Chor und Sologesang, hier vereinen sich lateinamerikanische und europäische Elemente, die traditionelle Liturgie mit einer Vielfalt von kreolischen Rhythmen“, verrät der Leiter.
Unkonventionelle Methoden haben in die Singstunde Einzug gehalten. „Wir machen viel Atem- und Stimmübungen, anstatt zu singen hört man jetzt auch mal Zischlaute“ erzählt Böhm mit Blick auf Ausbildung und Erfahrung des „Neuen“. Stimmbildende Arbeit ist Spielberger wichtig, der Chor soll klanglich wachsen, sicherer werden. Attraktivität ist für ihn eine Kombination aus Leistung und Repertoire „und da kommt es ganz gut, dass ich mit Laien arbeite. Die haben noch Spaß und freuen sich, wenn was klappt und ein gemeinsam gestrecktes Ziel erreicht ist“
Spielberger studierte an der Hochschule für darstellende Kunst in Frankfurt und schloss mit dem Staatsexamen auf künstlerisches Lehramt am Gymnasium ab. Er arbeitete am Schauspielhaus der Städtischen Bühnen, war Gesangssolist bei der Big Band der Bundeswehr und trat mit Größen wie Günther Noris oder Peter Kraus auf. Konzertreisen führten ihn um den halben Globus, Preise und eigene Publikationen in Fachmagazinen inklusive.
Verbleibt die Frage, was ihn angesichts dieses Lebenslaufs an der Concordia reizt. „Der Ehrgeiz und die Herausforderungen, aus diesem Chor etwas zu machen“, lächelt Spielberger. Mit gleicher Überzeugung leitet er seit 15 Jahren den Chor in Ober-Bessingen. „Da stehen 50 Leute auf der Bühne und singen ein rattenscharfes Zeug“ und da, nimmt Böhm ihm die Worte vorweg„“da wollen wir auch hinkommen“.
O Wer beim Projektchor mitmachen möchte, wird gebeten, sich bei Ilona Böhm unter 06035 6195 oder Stefan Spielberger, 06400 959169 zu melden. Der Verein probt Montags, 19.30 bis 21 Uhr im Pfarrheim in Dorn-Assenheim.

Bildtext: Hat sich viel vorgenommen: Stefan Spielberger leitet seit Anfang Mai den Gesangverein „Concordia“ Dorn-Assenheim. Foto: Holger Hachenburger