Verkehrsberuhigung - WZ vom 27.06.2007




 

TSV II holt zum zweiten Mal „Olympiagold“

 

Turn- und Sportverein organisiert 4. Dorfolympiade - Silber und Bronze an Skiclub und TSV I

 

Reichelsheim - Dorn-Assenheim. (hh.)  Fünf Spiele, sechs Mannschaften und nach rund zweieinhalb Stunden gab es einen Olympiasieger. Zwei Teams treten für den TSV Dorn-Assenheim in Bezirks- und B-Liga an und erneut war es die so genannte „Zweite“, die bei der nunmehr vierten Dorfolympiade der Vereine am Schluss die Nase vor hatte. Statt Medaillen gab es Gutscheine und statt der Hymne einen Pokal, der nach dem Sieg blitzschnell mit Sekt gefüllt und noch schneller wieder geleert wurde.

 

Anfeuerungsrufe  tönten schon vor dem Startschuss über das Sportplatzgelände, Fans und Mannschaften standen an den Tischen und beratschlagten ihre Taktik. Denn das vom Turn- und Sportverein organisierte Spektakel entwickelte sich zur Riesengaudi, Spaß und Spannung waren Trumpf und am Schluss zeigte sich wieder die altbekannte Weisheit: Für den Sieg muss man nicht jede Station gewinnen, sondern möglichst überall im Vorderfeld landen. Silber und Bronze sicherten sich Skiclub und die  Mannschaft TSV I, auf den weiteren Rängen landeten Jugendclub, GTLF Fan Club und der Kleintierzuchtverein.

 

Für die Spiele bediente sich das Organisationsteam um die TSV Vorsitzende Ruth Schütz eigener Ideen und dem Inventar des Sportkreises. Knifflige Aufgaben, die Geschick, Strategie oder eine ruhige Hand verlangten, sorgten für köstliche Momente.

 

Eins, zwei, drei, vier, Stopp – wer diese Strategie beherrschte, hatte die ersten Punkte sicher. Hier wurde eine Kugel im Schlauch gen Süden bugsiert, der Spieler am Ende sollte den Ball per Eimer zu fangen. Nicht so einfach, denn die Kugeln beschleunigten unsichtbar und so war eine Portion guten Gehörs gefragt. Eine ruhige Hand war bei der Teufelskralle ein klarer Vorteil. Ein Metallstab musste um eine herausfordernd gewundene Leitung bewegt werden. Berührungen sorgten nicht nur für einen geräuschbedingten Schreck, sondern brachten auch gleich drei Strafsekunden aufs Konto.

 

Jetzt war eine „kuh-le“  Party angesagt, doch Kühe melken nicht jedermanns Sache. Wer hat die schnellsten und flinksten Finger an der "Milchbar", war da die neugierige Frage. Klar, dass die ortsansässigen Landwirte im Vorteil waren und das Publikum staunte nicht schlecht, was sich innerhalb von fünf Minuten so alles im Eimer fand. Beim Bierkastenweitwurf durfte das Werfen nicht zu wörtlich genommen werden, denn diese Taktik floppte schnell. Werfen und ausrollen hieß die Zauberkombination und so sorgte weniger Muskelkraft, als eine ausgefeilte Technik für wertvolle Punkte.

Merkwürdige Gestalten in blauen Säcken und ebensolchen Brillen tummelten sich nun in futuristischer Montur auf dem Rasen, um sich dann von den Schiedsrichtern mit Rasierschaum die Sicht verdunkeln zu lassen. Wer angesichts der Witterungsverhältnisse glaubte, Petrus’ Regenschauern entgangen zu sein, sah sich schnell eines Besseren belehrt.  Denn die Dusche kam per überdimensionierter Wasserpistole. Diese sollte zwar lediglich den Schaum wegspritzen, doch die Zielgenauigkeit so mancher Olympioniken bescherte den blauen Männchen schnell nasse T-Shirts oder Hosen.

 

Vor dem Sportlerheim warteten tagsüber kulinarische Leckereien und kühle Getränke. Nun wurden hier die Sieger gefeiert und Niederlagen vergessen, denn wie im wirklichen Leben hieß es auch beim TSV: Dabei sein ist alles.

 

Bildtext: 

(1):  So seh’n Sieger aus: Die Mannschaft des TSV Dorn-Asenheim II präsentiert mit der TSV Vorsitzenden Ruth Schütz den Olympiacup

(2):  Futuristische Gestalten: Beim Rasierschaumwegspritzen war Treffsicherheit Voraussetzung, hier der Kleintierzuchtverein

 

Fotos: Holger Hachenburger