| CDU: Nahverkehr - WZ vom 15.07.+ 15.09.2010 |
15.09.2010: Pressemitteilung zum Artikel in der WZ vom 21.08.2010: Schildbürgerstreich am Reichelsheimer Bahnhof ?
Von Holger Hachenburger, CDU - Stadtverbandsvorsitzender
„Es gibt weder Schildbürger noch deren Streiche“, stellt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Holger Hachenburger zu der noch im September geplanten Fertigstellung der Modernisierungsmaßnahmen am Reichelsheimer Bahnhaltepunkt fest. In der Berichterstattung der WZ vom 21. August 2010 war davon die Rede, dass zwei Zugänge, die nur von einer Seite der Gleise aus erreichbar sind, gebaut werden. Dies ist nicht korrekt, bemerkt Hachenburger nach einem Ortstermin zur Besichtigung der Baufortschritte und erklärt: „Die Stadtverordnetenversammlung hat am 24. April 2008 einen Magistratsbericht gebilligt, nachdem ein Mittelbahnsteig mit jeweils einem Zugang zum Neubaugebiet Oberbeunde und der Bahnstraße auf der anderen errichtet wird.“ Dieser Forderung sei die Bahn vorbehaltslos nachgekommen.
Die alten Bahnsteige waren niedriger und nur teilweise befestigt. Doch wer einen barrierefreien Ausbau und damit den bequemeren Aus- und Einstieg wolle, müsse sich an vorgegebene Standards halten. Als Kreuzungsbahnhof sind zwei Gleise im Haltestellenbereich auf der ansonsten eingleisigen Linie essentiell, der neue Mittelbahnsteig hat den Vorteil, dass die Fahrgäste aus beiden Richtungen zusteigen können. Die Erhöhung des Bahnsteiges auf 55 cm macht den Haltepunkt behindertengerecht, insofern bleibt der Bahn keine Wahl, als die Zuwegungen an den Enden entsprechend auszubauen.
Die Länge des Bahnsteiges von 160 Metern wirke auf den ersten Blick immens und beinhalte weite Wege, doch so Hachenburger: „Wenn weiterhin die längeren Stadtexpresse der Deutschen Bahn in Reichelsheim halten sollen, dann müsse auch ein adäquater Bahnsteig vorhanden sein.“ Er habe Verständnis dafür, wenn die Bürger die längeren Wege kritisieren, aber letztendlich wird nun das umgesetzt, was die Stadtverordnetenversammlung unter Abwägung aller Vor- und Nachteile vor zwei Jahren einmütig mit auf den Weg brachte: Wer die Modernisierung des Haltepunkte wolle, müsse auf die liebgewonnenen Annehmlichkeiten der Gleisüberquerung verzichten.
15.07.2010: Pressemitteilung des CDU-Stadtverbandes Reichelsheim zum Thema
Die Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs – Lokaltermin am Haltepunkt Reichelsheim
Von Holger Hachenburger, CDU-Stadtverbandsvorsitzender
„Die Umbaumaßnahmen am Reichelsheimer Bahnhof sind in vollem Gange“, konstatiert der CDU-Stadtverband. Vorsitzender Holger Hachenburger hatte die jüngste Vorstandssitzung unter das Thema „Entwicklung des öffentlichen Personennahverkehrs “ gestellt, ein Besuch vor Ort rundete den Termin ab.
Hachenburger erinnerte zunächst an einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom September 2006 zu einer Rahmenvereinbarung der Kommune mit RMV und Deutscher. Hier wurde der barrierefreie Ausbau der Haltepunkte Reichelsheim und Weckesheim festgeschrieben. Der Haltepunkt Beienheim ist hiervon separat zu sehen, ein Ausbau später mit den geplanten technischen Erneuerungen im Bahnhof Friedberg möglich.
Das Bauvorhaben in Reichelsheim, so Hachenburger, umfasst folgende Schwerpunkte: Den Neubau eines Mittelbahnsteiges als Ersatz für die beiden Seitenbahnsteige mit behindertengerechter Erschließung, den Rückbau der nicht mehr benötigten Bahnsteigfläche. „ Auch technisch wird den Bahnhof auf den neuesten Stand gebracht“, freut sich die CDU.
Seit dem Beschluss von 2006 hat sich die Gesamtsituation im Nahverkehr aus Sicht der CDU deutlich verbessert. Zudem wurde über die Realisierung der Ausbauprojekte eine Bestellgarantie für die Zugverkehre der Horlofftalbahn für die kommenden 20 Jahre abgegeben. „Für uns ist dies eine Bestätigung ihres ständigen Eintretens für den Erhalt der Bahnlinie“, bemerkt Gustav Ullrich in Erinnerung an die Diskussionen über die Schließung der Strecke in den 80er Jahren.
„Die Bahn ist die eine Seite der Medaille, auf der anderen präsentiert sich der Busverkehr weiterhin mit Defiziten vor allem in der Zeit nach 19 Uhr“, rundet Hachenburger das Thema ab. „Die Linie FB-03 fährt unter der von der Verkehrsgesellschaft Oberhessen festgelegten Grundversorgung, Abendanbindungen gibt es außer für die von der Bahn bedienten Gemeinden nicht“, kritisiert der CDU-Vorsitzende und sagt mit Blick auf den jüngsten Antrag seiner Fraktion zu den Busverkehren: „Wir wollen lediglich den Standard, der ringsum durch die Linien FB-01 oder FB-04 üblich ist und hoffen auf die Unterstützung der VGO zumindest bei der Erstellung des kommenden Nahverkehrsplans.

Bildtext: Lokaltermin: Am Haltepunkt Reichelsheim informiert sich der CDU-Vorstand mit Fraktionsvorsitender Karin Lauer-Schmaltz (5. v.l.) und Standverbandsvorsitzendem Holger Hachenburger (rechts) über die Ausbaumaßnahmen.