| Bertin Bischofsberger: Sonntagsgespräch Termine - WZ vom 08.08.2008 |
Reichelsheim (hh.). Bei annähernd 200 Hausbesuchen ist CDU-Bürgermeisterkandidat Bertin Bischofsberger in der vergangenen Woche mit vielen Bürgern ins Gespräch gekommen. „Manchmal ist es nur ein kurzes Hallo über den Gartenzaun, manchmal wird man spontan eingeladen und kann Sorgen und Nöte sehr detailliert diskutieren“, resümiert Bischofsberger. Zudem fand in Dorn-Assenheim der Abschluss der sonntäglichen Bürgergespräche statt, die in allen Stadtteilen durchgeführt wurden.
Dabei seien es häufig die selben Themen, die die Bürger bewegten. „Viele sind wie in Dorn-Assenheim mit der Verkehrslage und dem enormen Durchgangsverkehr unzufrieden und fordern endlich Abhilfe. Ein weiteres aktuelles Thema ist die Sorge um den Einzelhandel. Gerade die älteren Mitbürger sind nicht mehr so mobil und können nicht mit dem Auto zum Einkaufen fahren. Aber auch bei den mobilen Personen kann Reichelsheim kaum mit Möglichkeiten punkten. Es plätschert vieles einfach vor sich hin, es fehlen attraktive Aufenthaltsorte, wie so selbstverständliche Angebote wie ein Cafè, ein Bistro, eine Eisdiele oder ein Wochenmarkt, insbesondere in der Kernstadt. Die Leute wohnen und leben hier, aber verdienen ihr Geld in den Nachbarkommunen und geben es dort auch auch. Es wird daher eine der wichtigsten Aufgaben sein, sowohl die Einkaufsmöglichkeiten, das Gewerbeangebot als auch den Freizeitwert zu verbessern, um den Anschluss an die Nachbarkommunen nicht zu verlieren.
Für Eltern seien darüber hinaus Betreuungsmöglichkeiten und Spielplätze von Bedeutung. So will sich Bischofsberger dafür einsetzen, dass die Kindergärten in den großen Ferien zeitversetzte Öffnungszeiten anbieten, um eine durchgehende Versorgung zu gewährleisten. Schwerpunkt legt er darauf Reichelsheim zu einer kinder- und familienfreundlichen Stadt zu machen, damit schloss er die Kleinsten bis hin zu den Urgroßeltern ein. Auch im Bereich der städtischen Jugendarbeit zeigen sich noch Defizite. Das Freizeitverhalten der Jugendlichen hat sich durch die neuen Medien und die Mobilität stark verändert, und muss bei der zukünftigen Jugendarbeit berücksichtigt werden. Das jetzige Angebot sei zwar gut, aber es erreicht nicht immer die Vorstellungen der Jugendlichen, ist sich Bischofsberger sicher.
Viele Fragen stellen sich nach der Gestaltung des Berkwerksees zwischen Weckesheim und Dorn-Assenheim. Reichesheim muss sich mit seinen Vorstellungen für die zukünftigen Nutzung des Sees aktiv in das Projekt Seenplatte einbringen. Wir wollen einen gesunden Mix aus Natur, Naturschutz und Freizeitmöglichkeiten für die einheimische Bevölkerung. Hierzu hat die CDU das Konzept der sanften Naherholung erarbeitet, dass Bischofsberger mit Nachdruck forcieren möchte. Die Menschen sollen sich in Reichelsheim wohl fühlen: Das fängt bei den städtischen Servicedienstleistungen an: Ein nicht zu finanzierendes Rathausprojekt lehnt Bischofsberger ab, stattdessen schwebt ihm ein Bürgerbüro als gezielte Anlaufstelle für alle Bürger vor, auch im Online Service der Stadt und einem aktiven Stadtmerketing sieht er noch erhebliches Potenzial.