Bertin Bischofsberger: Bolzplatz DA - WZ vom 14.08.2008


  

CDU Kandidat sorgt sich um das Fortbestehen des Bolzplatzes

 

Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) „Der Bolzplatz in Dorn-Assenheim muss erhalten bleiben. In einem Stadtteil mit 1200 Einwohnern, in der zudem noch ein Kreisoberligist spielt, muss es möglich sein, dass Jungen und Mädchen ungestört kicken können“ sagte Bürgermeisterkandidat Bertin Bischofsberger bei einem Lokaltermin am Sportplatzgelände.

 

Anlass einer Visite sind bauliche Veränderungen am Spielplatz. Dort hatte die Stadtverwaltung jüngst verschiedene Geräte aufgestellt, um den Spielplatz für Kleinkinder attraktiver zu machen. „Ich begrüße jede Maßnahme, welche den Platz für Kleinkinder aufwertet, aber nicht Kinder und Jugendliche gegeneinander um ihre Freizeitmöglichkeiten kämpfen müssen. Es hätte durchaus andere Standorte für die neuen Spielgeräte auf dem Spielplatz gegeben, ohne die Nutzung des angrenzenden Bolzplatz derartig einzuschränken.“ verweist der Kandidat mit Blick auch auf den örtlichen Sportverein. Dieser nutzt den Platz als Trainingsgelände, im Übrigen wird er von Jugendlichen bespielt. Durch die neuen Spielgeräte sind unter Berücksichtigung eines ausreichenden Sicherheitsabstandes solche Aktivitäten nicht mehr durchführbar.

 

Bischofsberger spricht sich dafür aus, die Freiflächen am nördlichen Ende für Kleinstkinder zu nutzen und den Spielplatz in der Alten Gasse aufzuwerten. Zuvor war der Antrag der CDU beim Magistrat abgelehnt worden, die Spielgeräte zugunsten des Bolzplatzes zu versetzen. Nach Auskunft der Stadtverwaltung sei mittelfristig sogar geplant, den gesamten Bolzplatz zum Spielplatz umzuwidmen, da die aktuellen Sicherheitsrichtlinien größere Abstände zwischen den Geräten erforderten.

 

„Meine erste Maßnahme wird es sein, die örtlichen Vereine, Jugendlichen und Eltern an einen Tisch zu bringen, um die Bedürfnisse der Beteiligten unter einen Hut zu bringen. Es wundert mich schon sehr, dass ein Sportverein, der wöchentlich auf dem Platz trainiert, vor vollendete Tatsachen gestellt wird.“

 

Defizite sieht Bischofsberger auch bei der Jugendarbeit im Allgemeinen. Für viel Geld wurden in den Stadtteilen Jugendräume gebaut und eingerichtet, deren Öffnungszeiten auf wenige Stunden beschränkt sind. Auch hier will der CDU Kandidat zunächst das Gespräch mit den Jugendlichen suchen, um deren Themen genauer unter die Lupe zu nehmen. Dass zum Beispiel in Dorn-Assenheim nur noch wenige Jugendliche überhaupt den Jugendraum nutzen, zeigt, dass Angebot und Nachfrage offenbar nicht im Einklang stehen, so Bischofsberger abschließend.



 

Foto: Wollen den Bolzplatz erhalten: Bürgermeisterkandidat Bertin Bischofsberger und der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Holger Hachenburger nehmen sich das Spielplatzgelände unter die Lupe.