Ausflug Kommunionkinder - WZ vom 15.05.2007



Zum Domforscher ausgebildet und den Kardinal getroffen

 

Erstkommunikanten der Pfarrei St. Maria Magdalena auf Tour in Mainz und Wiesbaden

 

Reichelsheim - Dorn-Assenheim (hh.) Über Monate haben sie sich auf die Erstkommunion vorbereitet, am Weißen Sonntag gemeinsam ihr Fest gefeiert und wenige Tage nach diesem Ereignis stand ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm: Der Ausflug der Kommunionkinder in der Pfarrei St. Maria Magdalena in die Bistumshauptstadt Mainz und zum Schloss Freudenberg in Wiesbaden. Früh morgens machte sich eine  42-köpfige unternehmungslustige Gruppe aus Erstkommunikanten und deren Geschwistern, Eltern und Betreuern auf die Tour. Eine - wenn auch kurze - Überraschung hatten die Teilnhemer nicht eingeplant. Im Mainzer Dom gabs ein grosses Hallo, als der Hausherr, Kardinal Karl Lehman persönlich den Weg der Ausflügler kreuzte.

 

Diese feierte zunächst mit Pfarrer Dr. Ferdinand Ogbuehi einen Gottesdienst, um dann den Dom unter die Lupe zu nehmen. Um dies auch für die Jüngsten interessant zu machen, wurde eine Erkundungstour organisiert. Steine waren an unterschiedlichen Orten versteckt und wer einen fand, erfuhr eine der unzähligen Geschichten, die mit dem gotischen Bauwerk und seinem Patron, dem Heiligen Martin verbunden sind. So die Gräber der Mainzer Bischöfe in der Westkrypta oder die Ostkrypta mit ihrem goldenen Schrein. Lohn der Anstrengungen: Jeder der Kinder erhielt eine Medaille als nunmher frisch ausgebildeter Domforscher.

 

Keine Ausflug ohne eine Stärkung zur Mittagszeit. Nach einem Abstecher zum Kloster Eberbach führte die Route über den Rhein zu Schloss Freudenberg, einem fast 100jährigen abgelegenen Schlösschen inmitten eines verwilderten Parks. Doch dort herrschte ein reges Treiben. Die Anlage ist Erfahrungsfeld zur Entfaltung und Erforschung des menschlichen Denkens. Im Gebäude werden die verschiedenen Sinne wie "Hören, Sehen und Tasten" auf unterschiedlichste Weise erkundet und auch Experimente gezeigt.

 

So konnten die Kinder eine Wasserschale in Schwingungen versetzen und Wassertropfen zum Tanzen bringen. Im Keller gibt es einen "Dunkelraum", den man in absoluter Finsternis Situationen nur durch Tasten oder Gerüche erkundet. Taschenlampen waren tabu und für viele war es ein einmaliges Erlebnis in diesem Umfeld seine Alltagsgeschäfte zu erledigen. Denn wer kann schon  im Dunklen einen 5 vom 10 Euroschein unterscheiden und dann beim Einkauf noch sicher sein, dass das Wechselgeld stimmt. Interessant war es auch zu erfahren, wie man mit einem Brennglas Feuer entfachen kann.

 

Am Abend hatten die Gruppe einen Sack voller Erlebnisse im Gepäck und war sich sicher: Der Ausflug war gut gemacht und organisiert und weckte die Vorfreude auf mehr.

 

 

Bildtext:

Dürfen sich nunmehr Domforscher nennen: Die Teilnehmer des Kommunionsausflugs nach Erforschungstour im Mainzer Dom mit Pfarrer Dr. Ferdinand Ogbuehi (ganz links kniend) Foto: Holger Hachenburger