Nase an Nase dem Haifisch ins Becken geschaut

 

Sportverein auf Mehrtagestour im Thüringer Wald – Meeresaquarium besucht und Wintersportstätten begutachtet

 

Reichelsheim - Dorn-Assenheim (hh.) Entspannung und Geselligkeit sind traditionell Trumpf bei den Ausflügen des Turn- und Sportvereins. Statt einem dicht gedrängten Programm ließen es sich 30 reiselustige Ausflügler in der Region um Rennsteig und Oberhof drei Tage lang gut gehen. Vereinsvize Siegmar Krückl hatte mit Sibylle Grauling die Tour vorbereitet und konnte schon im Bus eine gut gelaunte Truppe begrüßen. Der stand zunächst einmal ein herzhaftes Frühstück bevor, was die rund sechsstündige Anreise sogleich angenehmer machte.

 

In Oberschönau angekommen, machten sich die TSV-ler sofort mit der sprichwörtlichen Thüringer  Gastlichkeit vertraut. Die Region ist nicht nur im Winter sehenswert, sondern hat auch im Herbst ihre landschaftlichen Reize, die zum Wandern einladen. Trotzdem dominiert der Wintersport, denn besonders populär sind hier Biathlon, Rennrodeln oder Bobfahren. So zeigen sich die Sportanlagen wie Sprungschanzen und Rennrodelbahn auf engstem Raum. Auch besteht die Möglichkeit, beim morgendlichen Biathlonschiessen dabei zu sein. Während das Angebot freudig genutzt wurde, zierten sich die Dorn-Assenheimer dann doch, im Bob oder einem Schlauchboot die Bahn hinunterzusausen.

 

Am Samstag stand zunächst das Meeresaquarium in Zella-Mehlis auf dem Programm. Hier tummeln sich eine beachtenswerte Anzahl tropischer Fische und Reptilien in allen Farben, Größen und Formen, die die Unterwasserwelt zu bieten hat. In den rund 60 Aquarien gibt es viel zu beobachten und immer wieder Höhepunkte wie den Bereich mit den Piranhas oder Moränen zu entdecken. Im Haifischaquarium schweben die Fische Nase an Nase an den Besuchern vorbei. Diese schauten sich nach „Nemo und Co.“ um und wer Lust hatte, konnte sogar die Kois streicheln. Furchteinflössender ging es im Krokodilshaus zu. Man kam den Reptilien doch sehr nahe, wenn auch die Damen die Vierbeiner eher mit dem „Handtaschenblick“ begutachteten. Im benachbarten Wassermannbecken sorgte eine Ruhezone für große Augen, was scherzhaft kommentiert wurde: „Hier halten sich die gestressten Fische auf“.

 

Weniger Exotik, aber dafür deftige Spezialitäten bietet die Thüringer Küche. Bei Rostbratwürsten oder einem Schweinebraten mit Klößen wurde ausreichend Kraft für die anschließende Busfahrt oder den Stadtrundgang in Suhl getankt. Es herrschte ein buntes Treiben und wem das zu anstrengend war, packte Karten oder Würfel aus und genoss den Tag auf seine Weise. Bis in die tiefe Nacht hinein sah man gemütlichen Runden in rustikaler Stimmung, bei der noch die eine oder andere lokale Gaumengenuss die Theke passierte.

 

Die Zeit verging wie im Fluge und auf kurvenreicher Waldstrecke führte der Weg durch eine wolkenverhangene, aber herrliche Landschaft über Fulda zurück. Reisebegleiter Charly trug sein Übriges dazu bei, dass die Tour in Punkto Heiterkeit ein unvergessliches Erlebnis wurde. Denn der Thüringer Wald ist ein hervorragendes Revier für alle, die lieber gemütlich reisen als mit dem Bleifuss rasen wollen.




 


Bildtext: Grosse Truppe, großer Spaß: Mitglieder des TSV Dorn-Assenheim vergnügten sich drei Tage im Thüringer  Wald 
Foto: Holger Hachenburger