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TSV Jahreshauptversammlung - WZ vom 23.04.2009
Team gesucht: Turn- und Sportverein vertagt Vorstandswahlen
Jahreshauptversammlung: Zuversicht auf den Klassenerhalt in der Kreisoberliga – Kassenlage im Fokus
Reichelsheim – Dorn-Assenheim (hh.) „Es ist manchmal besser, die Nägel mit Köpfen etwas später zu machen als aus der Tagesordnung heraus eine übereilte Entscheidung zu treffen“, war sich die Generalversammlung des Turn- und Sportvereins einig. Denn erstmals in der jüngeren Vereinsgeschichte des Kreisoberligisten wurden die turnusgemäß stattfindenden Vorstandswahlen vertagt, der Wahlgang soll allerdings in kürze nachgeholt werden. Hintergrund: Mit Ausnahme der Vorsitzenden Ruth Schuetz will der seitherige Hauptvorstand kürzer treten und primär in den Gesamtvorstand wechseln. Zudem hatte Jugendleiter Günther Kolb schon seit längerem angekündigt, nach jahrzehntenlanger Tätigkeit in seinem Bereich einen Generationswechsel einzuleiten. Mit Melanie Schneider steht auch bereits eine Kandidatin in den Startlöchern. „Mir liegt es am Herzen, dass alle die Ärmel hochkrempeln und dass die Arbeit weitergeht“, setzt Schütz auf Teamarbeit und zeigt sich optimistisch: „Wir führen bereits Gespräche mit dem Ziel, eine kompakte Vorstandsmannschaft zu bilden.“
In ihrem Rückblick zog die Vorsitzende ein ausgewogenes Fazit mit positiver Tendenz. Die Fußballer der ersten Mannschaft starteten in die Saison vielversprechend als Dauerabonnement auf den Stadtpokal mit dem sechsten Sieg in Folge. Trotz guter Vorbereitung verlief die Hinrunde dann aber enttäuschend. „Wir haben uns einige dumme Niederlagen geleistet“, kritisierte die Vorsitzende. Die Folge: Der Verein trennte sich von seinem Coach und verpflichtet mit Marc Oliver Schütz den Mannschaftskapitän als Nachfolger. Getreu dem Motto „Neue Besen kehren gut“ kehrte der Optimismus in die Mannschaft zurück, die Formkurve zeigte nach oben. Dass dann die Abstiegsplätze verlassen wurden, stimmt die Truppe zuversichtlich auf den Klassenverbleib. Schwieriger zeigt sich die Situation der 2. Mannschaft. Trotzdem viele erfahrene Spieler weiter aktiv sind, wird der Verbleib in der B-Liga zunehmend kritisch. Die Vorbereitungen für die kommende Saison laufen bereits auf Hochtouren, qualitative und quantitative Verstärkungen inbegriffen. Namen wollte Schütz allerdings noch nicht nennen.
Proppevoll war der Veranstaltungskalender der Blau-weißen. Neben den rund 80 Pflichtspielen beider Teams war der vor Stadtpokal, so Schütz, „auch organisatorisch, atmosphärisch und finanziell ein voller Erfolg“ und freite sich: "Man hörte immer wieder, wie toll hier alles lief.". Fasching, Vereinsausflüge nach Oberhof und zum Rüdesheimer Weichnachtsmarkt sorgten ebnso wie ein zünftig bayerischer Frühschoppen unter dem Motto „O’zapft is“ neben müden Helfern vor allem aber für eine stets gut gelaunte Vereinsfamilie. Zudem erhielt das Vereinsheim Anfang Juni einen freundlichen Innenanstrich.
Jugendleiter Kolb verwies auf eine Spielstärke von 29 Jugendlichen in der A- bis G-Jugend, vier mehr als im Vorjahr plus weiterer acht Anmeldungen. Ein eigenständiger Spielbetrieb findet in der E-Jugend statt, wo man mit Betreuer Richard Habram dank jüngerer Jahrgänge in der gerade begonnenen Feldsaison wieder Erfolge erhofft. Dietmar Mittig berichtete von einem Dank des Stadtpokals ausgeglichenem Jahresergebnis, prognostizierte aber für die kommenden Jahre pessimistischere Zahlen. Für den Verein heiße es, dem massiv gegenzusteuern, was eine nicht ganz leichte Aufgabe für den kommenden Vorstand sein werde.
Zu guter letzt gab es Präsente und viel Lob für die für langjährige Vorstandsarbeit und Spielerjahre geehrten Richard Habram, Frank Freitag, Siegmar Krückl und nicht zuletzt die Vorsitzende Schütz selbst.

Geehrt und beglückwünscht für langjähriges Engagement im TSV: Richard Habram und Ruth Schütz (vorne) für ihre Vorstandsarbeit, Siegmar Krückl und Frank Freitag als Spieler im blau-weißen Trikot. Foto: Holger Hachenburger