Kerb 2010 - WZ vom 02.09.2010



Erst rocken mit Rammstein, dann schwofen mit Mosch und DJ Ötzi

 

Kerb bietet vielfältiges musikalisches Unterhaltungsprogramm – Vier Tage ausgelassen gefeiert

 

Reichelsheim - Dorn-Assenheim (hh.)  Funken sprühende Gitarren, lodernde Feuersäulen, Flammen speiende Musiker – mit einer aufwändigen Bühnenshow aus Classic-Rock, Heavy- Metal, oder NDW begeisterte die Büdinger Band Ace Of Hearts ein feierlauniges Publikum während der „3. Dorn-Assenheimer Rock-N8“. „ Das war ein richtig guter Auftritt“, oder einfach nur „Top“ waren die Reaktionen in der Sport- und Festhalle, die zum Auftakt der viertägigen Kerb ihrem Namen alle Ehre machte.

 

Die sechs Instrumentalisten und  Sänger verstanden  es mit Gitarre, Bass, Drums und Keyboard,  aber vor allem mit einer gehörigen Portion Entertainment, eine berauschende Konzertatmosphäre auf die Bühne zu zaubern. „Wir spielen das Zeug nicht einfach vom Blatt ab, sondern geben den Songs unsere eigene Note“ hieß es zu Beginn auf der Bühne und so kamen die Musik von AC/DC, Metallica oder Kiss gleichermaßen authentisch wie einzigartig rüber. Eine Stunde länger als geplant rockte sich Ace Of Hearts durch ein Programm, das Dutzende von Geschmäckern vereinte. Natürlich durfte bei all der Pyrotechnik Rammsteins „Feuer Frei“ nicht fehlen, man wunderte sich lediglich, dass dem Bühnenakteur beim Feuerspucken die lange Haarpracht nicht selbst entflammte. Ein Querschnitt aus Klassikern und modernen Stücken war der Schlüssel zum Erfolg. Auf Silbermond folgte Steppenwolf,  die Ärzte wurden von der Musik der Toten Hosen abgelöst. Das gefiel nicht nur den Jüngeren, auch den älteren Semestern wurde bis in die frühen Morgenstunden kräftig eingeheizt.

 

Vier Tage lang feierten die Dorn-Assenheimer ausgelassen, denn neben Rock gab es jede Menge Party-, Schlager- und Volksmusik. Kurzum, von Rammstein bis Ernst Mosch hatte jeder seinen  Spaß. Mitten drin sind die Kerbburschen und Kerbmädels mit Ihren knallig roten Shirts, denn jede Kerb hat so ihre Rituale.  Da zieht es die Kerbburschen in den Blofelder Wald, um den Kerbbaum zu holen und beim Trip durch die benachbarten Ortschaften nochmals stimmungsvoll die Werbetrommel zu rühren. Der Baum wird farbenprächtig geschmückt und Kerbbursch Johann hoch oben im Geäst in Position gebracht. 

 

Einmal mehr  ließen es sich die Ortsvereine nicht nehmen, mit einem Faß Freibier die trockenen Kehlen in Schwung zu halten. Ein übliches Ritual, doch diesmal passierts: Der Zapfhahn fliegt weg, im hohen Bogen spritzt das Bier aus dem Fass. Mit einem rekordverdächtigen Sprung entzieht sich Stadtverordnetenvorsteher Holger Strebert  der Gefahrenzone, doch auch so fließt das Bier und Strebert stößt mit dem Publikum auf ein gelungenes Fest an. Und da bekanntlich mit Musik alles leichter geht, sorgte die „Village-Band“ mit fetzigen Rhythmen für eine ausgelassene Stimmung unter den tanzfreudigen Besuchern.

 

Am Sonntag hat sich nach dem Festgottesdienst ein füllendes Programm mit Mittagstisch etabliert, das je nach Gusto als Früh- Spät – oder Dämmerschoppen genutzt wurde. Zur Unterhaltung spielte der heimische Musikverein Harmonie auf. Einige der Aktiven zogen dann auch am Montag durch die Ortsstraßen, als die Kerb mit einem Weckruf zum Finale startete. Stimmungsmusik war während des Frühschoppens das sprichwörtliche Salz in der Suppe und mit den „Nixnutzen“  endete ein immer wieder neu prickelndes Kerbfeeling. Dafür sorgten auch die vielen Helfer, die sich unermüdlich um Hunger und Durst der Besucher kümmerten. 

 

 

Bilder von Ace of Hearts - Diese wurden mittlerweile auf der Homepage der Band gelöscht.

 
Bilder Kerbsamstag / Quelle Village Band